Es war die Form vom unerkannten LebenIn allgemeine Einigkeit verschwunden,
Von jedem Reize sank der Gürtel nieder,
Und Alles ist nur ein und einzig daOhn' eine Farbe löste sich der WechselIn eine Ruhe aller Farbenspiele.
Das Wort war in sich selbst zurückgekehrtUnd die Geschlechter starben mit EntzückenDen süßen Tod, der alle Trennung bindet.
Das Leben lag dem Leben an dem Busen,
In tiefen Schlaf und Traum zerschmolz die Täuschung,Die das Geschaffne schaffend überraschet.
Da hatte ich den lieben Brief erhalten,
Aus dem ein heitres Leben zu mir spricht,
Das durch des Sinnes düstere GestaltenWie Sternenglanz durch weite Nacht sich flicht,
Und lichter will sich meine Bahn entfaltenUnd freundlich spielen mit dem holden Licht,
Das durch des Tages Dunkel sich verbreitetUnd heute mich zur stillen Nacht begleitet.
Die ruhige Nacht, dir Hab' ich sie zu danken,
Sie blüht ans deinem trauten Wirken auf,
Umfaßt das weite Leben mir mit Schranken,
Die nimmer ich mit Träumen mir erkauf,
Und stille durch der regen Seele RankenSproßt freundlich eine Blume mir herauf,
Sie soll dir voll erblühn und ich verspreche,
Daß, welkt sie nicht, nur deine Hand sie breche.
Du reichst mit deiner Liebe im AccordeEin Lebenslied, das sich zu dir gesellt;
Erstorben ist die Sprache, wenige WorteDurchirren, sich verspätend, meine Welt;
Da öffnest du in stiller Nacht die Pforte,
Willkommen sind sie dir, und wohlbestelltIst deine Hütte, meine Töne klingenZu deinen gut ein sanftes Lied zu singen.