Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
105
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ist der Frankfurter, der Brentano, beim Polex das einzige Stadt-und Jungferngespräch wegen der schön gemachten Kleider undder breiten Taille, und vor Kußhändchen, Liebesblicken, Bestel-lungen und Dummheit wird mir die Freizeit von sieben bis elfUhr zu einer eintausendsten Seeunde.

Lebewohl, küsse die Sophie und melde mir durch sie einpaar Worte von Georg.

Clemens.

l>8. Unsere Kost ist sehr mittelmäßig. Mittags kommtimmer die Madame und sagt mit dem fürchterlichsten Gesichte:Nur ein Gericht gewürzt mit freundlichem Gesicht" und dabekommt Jeder eine hohe Schüssel voll von sauerm Kohl und

altem Kuhfleisch u. s. w.---

aber doch bin ich gut und zufrieden, denn die Achtung, die ichfür Herrn Polex habe, entschädigt mich.

Clemens Brentano an eine Verwandte.

Es ist der laute Tag hinabgesunken,

Er lächelte in stiller Dämm'rnng nieder;

Die Dunkelheit hat sich nm ihn gewölbet,

Wie nm Mathilden'« kurzes Wachen sorglichDie Mutter stilles Wiegendunkel hüllet.

Wenn sie die zarten, holden AugenliederMit leisen Küssen rührend ihr geschlossen.

Das Leben träumte schon vom Wiedersehen,Umarmte schon die Nosenglut der Küsse,

Die ihm des jungen Morgens goldene Lippen,Voll heiliger Scham ans seinen runden Wangen,Wie züchtigen Kuß der Braut entgegenbeben.

Und alle Äuß'rung war zurückgekehrt;

Sie ruhte still im innern Leben schaffend.