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Das Unangenehmste ist das Zimmer u. s. w. (Wieder-holung des im ersten Briefe schon Gesagten.)
Diesen ärgerlichen Umstand ersetzt mir aber wieder diegütige und liebreiche Behandlung meines Principals; er istmein bester Freund und in jedem Betracht ein liebenswürdiger,unendlich schätzbarer Mann. Was sie betrifft, so bin ich auchrecht wohl zufrieden, wenn sie nur das Sprichwort: „Die neuenBesen kehren gut," nicht so oft exercirt hätte. Sie ist im Hausedas, was der Teufel in der Hölle, und Maria im Himmel ist.Den ganzen Tag haust sie, doch gegen mich ist sie übernatürlichfreundschaftlich; aber ich habe auch schon zweimal gesagt: imNeglige sehe sie ganz vortrefflich aus.
Polex selbst hat keine Stärke- noch Puderfabrik, nochOlschlägerei, sein Ol holt er im Lande, den Branntwein inNordhansen und seinen Puder und Stärke in Halle. EinenTnchladen hat er auch nicht mehr; aber in Branntwein, Stärkeund Puder thut er rasend u. s. w.
Meine Abende bring' ich hier im blauen Hause zu, welcheseine Art von Colleg für Kaufleute, Civilisten n. s. w. ist. Allevierzehn Tage haben wir ein Concert, wobei die sämmtlicheDamenschaft und Jungfräulichkeit von Langensalza in langenTaillen wie Lindwürmer im Garten herumkriechen. Sonntagsgeht Alles nach Böhmen, eine halbe Meile von hier, wo mansich ungenirt auf das Gras setzt und Bier ans hölzernen Stützentrinkt, das dick und mit Citronc und Zucker gemischt ist. Allestabakt und steckt die Pfeife an Lunten an.
Im Ganzen sind die jungen Leute alle garstige, schneider-ähnliche Lümmel und die Mädchen alle liebenswürdige, artige,niedliche (bis auf die lange Taille), außerordentlich, ganz extra-ordinäre verliebte Äffchen, schöne Augen, schöne Farbe, feine,gute Gesichter, schlanker Wuchs, ganz ohne, o weh! o leider!ganz ohne Witz und ohne die gehörige Schüchternheit. Bis jetzt