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1 (1855) (1855)
Entstehung
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96
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Vater unser!" rief er, wenn die Wellen des Wassers ihmwider das Herz stießen.Vater unser!" wenn er von Schlaf-losigkeit ermattet war.Vater unser!" wenn Seelenbeängsti-gungen ihn quälten, was indeß selten war, in den letzten Tagen.

Jesu dir leb' ich, Jesu dir sterb' ich, Jesu dein bin ichtodt und lebendig!" hörte man ihn oft beten.Liebster Jesu

komm' zu mir, ach, mein Herz verlangt nach dir!" war der

wiederholte Ruf seines brennenden Verlangens nach dem Heiland.

Nun konnte er nicht mehr auf sein, und wie er zu Bettgebracht werden mußte, stieg das Wasser mit solcher Schnellig-keit, daß man nebst den anderen heiligen Sakramenten auch dieheilige Ölung ihm geben zu muffen glaubte. Während Clemenssie mit großer Ruhe und Andacht und Klarheit empfing und dieGeschwister sein Bett kniend umgaben, traten zwei seiner liebstenFreunde, der Maler Steinle und der Priester August van derMeulen, damals Jnspector der Selectenschnle in Frankfurt, jetzt

Abt des Trappistenklosters auf dem Olivenberg im Elsaß, von

dem er in seinen Briefen öfter in große Liebe bekundender Weisespricht, in's Zimmer, und hatten somit den Trost, dieser ernsten,heiligen Handlung beiwohnen zu können.

Nachdem der fromme Guardian der Kapuziner in Aschaffen-burg, der ihm das Sakrament gespendet, den Kranken verlassenund er etwas geruht hatte, sprach er noch länger und heiter mitden Freunden, die ihn erst um Mitternacht, mit dem Eilwagennach Frankfurt zurückkehrend, verließen. Den übrigen Theil derNacht theilten, wie gewöhnlich, Bruder und Schwägerin sich inseine Pflege, er schlief fast nicht, war ungemein ernst, und alsihm die Letztere, um ihn zu erheitern, bemerkte, die Freundinnen,die er seit längerer Zeit sehnlichst erwartet, würden gewiß baldkommen, bat er:Nichts davon!" als ob er Alles, was ihnaußer Gott hätte beschäftigen können, habe fern halten wollen.

Am Morgen begehrte er indeß ein Frühstück, genoß auch