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Er konnte die oberen Zimmer des Hauses besuchen, auf demBalcon sitzen und sich der schonen Aussicht ins Mainthal freuen,und als die Geschwister mit einem Arzt und Freunde vonFrankfurt kamen, ihn zu sehen, hofften sie, daß man das Übelnoch für längere Zeit werde bewältigen können. Sogar eineSpazierfahrt durfte ihm noch erlaubt werden, und einige Stundendes Tages brachte er gewöhnlich in dem Hausgärtchen zu, inwelches eine Thüre aus seinem Schlafzimmer führte.
Freilich mußten dazwischen auch wieder starke Wittel ange-wendet werden, Eis auf den Kopf und Öffnen der Beine; aberdie Mittel schienen doch zu wirken, die Pflege der Geschwister,die ihn bei Tag und Nacht abwechselnd umgaben, that ihmwohl, und die geistliche Fürsorge des vieljährigen Freundes derBrentano, des vortrefflichen Pfarrers Leimig in Seligenstadt,jetzt Generalvicar des chochwürdigen Bischofs von Mainz, derwöchentlich herüber kam, des Kranken Beichte zu hören, wirkteerhebend und beruhigend auf ihn.
Er war in rührender Weise geduldig, freundlich und dankbarfür jeden Liebesdienst — und als das Übel sich nach vierzehnTagen plötzlich verschlimmerte, als das Wasser schnell stieg undgewaltsam ans Herz stieß, da bewährte sich, daß sein Glaubean Gott und seine heilige Kirche fest in ihm begründet war.Wenn behauptet wurde, daß er denselben und die Kraft derSakramente immer so sehrßgerühmt und sich doch so unglücklichgefühlt und selbst nicht Trost habe finden können: so hätte manihn in den letzten Tagen sehen sollen, um begreifen zu lernen,was dieser Glaube und die Sakramente der Kirche vermögen.Sie war ihm treu, seine Kirche, in dem entscheidendsten Augen-blicke, wie er ihr treu gewesen. Sein Krankenzimmer war einOrt der Erbauung und des. Gebets. Dankend und liebend nahmer an, was menschliche Hilfe ihm geben konnte, die beste aberbei dem höchsten Helfer suchend.