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opferndsten brüderlichen Liebe und einer ihm eignen Zartheit !und erfinderischen Geschicklichkeit. Er suchte alle Störung zu jentfernen, Seelentrost und Hilfe zu schaffen, und wartete ihn inden höchsten und geringsten Bedürfnissen mit solcher Treue, daß .er sich während drei Wochen, was fast unglaublich klingt, nureine Nachtruhe gestattete, und dies nur, als Professor Streber, l
der treffliche Freund, der seine Erschöpfung sah, sich für diese !
Nacht zur Wache und Pflege erboten. ^
Nun aber, da Christian fühlte, daß er dies nicht fortsetzenkönne und Clemens Zustand sich gebessert fand, schlug er ihm, !mit des Arztes Bewilligung, die Reise nach Aschaffenburg vor, !wo er ihm größere Bequemlichkeit und Pflege verheißen durfte.Clemens willigte gern ein, und nachdem die vielen Bücher undManuscripte gepackt waren (von welchen letzteren Clemens sich !nicht trennen wollte) und der Kranke den nächsten FreundenLebewohl gesagt (von welchem Abschied Professor Schlotthauererzählte, in wie rührender Weise er ihn um Verzeihung gebetenfür alle etwaige Beleidigung, und wie er ihm aufgetragen, auchallen anderen Freunden und Bekannten zu sagen, daß er siebitte, ihm jegliche Kränkung oder Ärgerniß vergeben und allezeit !für ihn beten zu wollen), fuhren die Brüder mit einem frommen lDiener per Post im eignen Wagen weg, und als Clemens beimFahren wohler wurde, ging's Tag und Nacht durch, doch saß ^bei der Nacht Christian mit dem Licht in der Hand, den Bruderbeobachtend, neben ihm, und so kamen sie, in Miltenberg vonChristians Frau abgeholt, am 8. Juli Abends in Aschaffenburg an.
Den letzten Theil der Reise war Clemens besonders heitergewesen, er wußte seiner Schwägerin ihres Gatten unermüdliche,treue Sorgfalt und Pflege nicht genug zu rühmen, und gefiel sichin Plänen eines künftigen, dauernden Zusammenlebens. Wohnlichsprachen ihn die ihm bereiteten freundlichen Zimmer au, ererholte sich in den ersten Tagen sichtlich an Körper und Geist.