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„„Brentano, tragen Sie mir meinen Hochmuth nichtnach!"" bat ich. „Dazu bin ich viel zu stolz, was meinen Siedenn? Ich trage Ihnen Nichts nach. Jetzt soll ich ihr nochihren Hochmuth nachtragen!" —
Durch Emma v. Niendorf erfahren wir auch, daß dasGedicht: „Die Alhambra" (gesammelte Schriften I. Seite 366)sich auf die Günderode bezieht, und daß es entstanden in Folgeeines Gesprächs, in welchem sie ihm von ihren Phantasien erzählt,worüber er sie geneckt, mit den Worten: „Jetzt bin ich das,jetzt das; dort sitz' ich, da flieg' ich" u. s. w.
Im Herbst 1841 entschloß sich Clemens endlich, dem Triebdes eignen Herzens und den Wünschen seiner Familie will-fahrend, zu einer Reise in die Heimath, und erschien anfangsSeptember eines Morgens überraschend in der Wohnung seinesBruders Christian in Aschaffenburg. Den liebevollen, herzlichenWillkommen, womit ihn die Familie begrüßte, nahm er anfangskalt und scheu an, nach und nach aber wurde es ihm erquicklicherzu Muthe. Er bezog ein Gartenzimmer mit schöner Aussicht aufden Main und den fernen Taunus, welche ihm sehr wohlgefiel,theilte Geschenke von zierlichen Wachsarbeiten, die er von Würz-burg mitgebracht, unter die Kinder aus, erfreute sich an ihnen,besuchte Freunde in der Stadt und der Nachbarschaft, machteSpaziergänge mit Bruder und Schwägerin, las ihnen vor ausden ersten Druckbogen des Lebens Mariä und anderen Manu-skripten, und blieb einige Wochen, im Ganzen zufrieden; dochwar seine Stimmung untermischt von Stunden unaussprechlicherTrauer. Aber die Liebe und Theilnahme, die man ihm bewies,stieß er nicht zurück, sondern war dankbar und mittheilend dagegenund sprach gerne mit einem Freunde des Hauses über die neuerenDichter und Literatur und scherzte mit ihm in seiner eigenthüm-lichen Weise.
Gleich am ersten Tage nach seiner Ankunft hatte er seine