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der Emmerich. Er hätte sich in solchen Augenblicken der Trauergerne Jedermann zu Füßen legen mögen, und. flehte nur undbat um vereintes Flehen, um Vergebung von Gott und denMenschen. Zeugniß hiefür, nebst anderen, der Brief an seinenBruder Christian vom 9. Juni 1841. Diese Stimmungwar jedoch nicht immer dauernd und scheint viel von momen-tanem Befinden und äußeren Verhältnissen bedingt gewesen zusein, denn Emma v. Niendorf erzählt uns in ihren mitFreundschaft für Brentano und weiblicher Wärme und Phantasiegeschriebenen „Sommertagen mit Clemens Br,entano"(Ans der Gegenwart, Berlin 1844), wie schöne Stunden sieim Juli und August 1841 mit den beiden Dichtern, ClemensBrentano und Justinus Kerner, in München verlebte. Wiereichen Schatz ihr unseres Dichters Freundschaft geöffnet, bezeugenihre Erinnerungen, in denen wir ihn oft recht getreu gezeichneterkennen. So z. B. glauben wir ihn zu sehen, wenn sie ihr erstesBegegnen mit ihm bei Kerner erzählt: „Da ist eine Frau, dieSie kennen lernen will," sagte Kerner. „Pfui Teufel!" — „Siewird nicht länger hier bleiben, lieber Brentano, und Sie besuchen."— „Gott behüt' mich!" Und wie er dann aufsprang und sie anden Schultern faßte mit den Worten: „Kommen Sie her, wiesehen Sie denn aus?" und nachdem er ihr prüfend ins Augegesehen, hinzufügte: „Nun, das ist ja eine ganz liebe Anmuths-trampel — ich hatte Angst vor einer literarischen Dame."
Auch hören wir ihn gleichsam, wenn es heißt, daß erKerner, als er ihm ein Album zum Einschreiben hingelegt,fragte: „Sind Sie auch ein Erinnerungsesel?"
Als charakteristisch heben wir aus diesen Sammlungen nocheinige Stellen aus: „Das ist's ja, daß ich den Leuten immerweh thun muß — hörte ich ihn oft klagen — ich mein' es dochso gut und verwunde Alles, was mir naht." —
„Nicht mit Unrecht sagte Kerner von ihm: Er ist wie einCaclus so schön und so stachlich!" —