Hammereck in München gebracht worden und sie ihm noch amOrdnen beistand, rief ein Schlaganfall sie plötzlich hinüber undließ ihn unsäglich hilflos in Mitte von jammernden, unversorgtenWaisen zurück.
Da er, um München nicht verlassen zu müssen, den wieder-holten, dringenden, liebevollen Aufforderungen seiner Familie, inihren Kreis zurückzukehren, nicht willfahren wollte,'gab der geist-reiche, fromme und gelehrte Professor Haneberg endlich seinenBitten nach und bezog mit Brentano ein Haus in der Frühlings-straße, wo eine brave Person, die ihm seine vieljährige Freundin,Apollonia Diepenbrock, gesendet hatte, seine Wirthschaft führte.Dieses Zusammenwohnen mit Haneberg, der den genialenDichter, trefflichen Mann und eifrigen Christen kindlich verehrteund liebte, hatte für Clemens auch den Gewinn, daß er manchenNachweis erhielt über die Übereinstimmung der Emmerich'schenGesichte mit der Kabbala.
Als im Jahr 1841 der Eisgang der Donau in der DiöceseRegensburg große Verwüstung anrichtete, ließ das Mitleid mitden dadurch Beschädigten ihn das schöne Lied von der heiligenMarina herausgeben, welches er einige Jahre früher gedichtet.Zu diesem rührenden Bilde der leidenden Unschuld und himm-lischen Ergebung hatte ihm eine Zeichnung eines seiner liebstenjüngeren Freunde, des Historienmalers Steinle, die Veranlassunggegeben. Die Zueignung an denselben und das Lied selbstdürfen wohl zu seinem Vollendetsten gezählt werden. (GesammelteSchriften l. Seite 191.)
Mit dem Annahen und den Zeichen der Krankheit, dersein Leben unterliegen sollte, mehrten sich für Clemens dieStunden großer Betrübniß, und man gewahrte in ihm jetztzuweilen daß ihm Denken und Arbeiten schwer wurde, und einenMangel an Fähigkeit zu fast jeder anderen Beschäftigung, als derdes Fortarbeitens an seinen ihm so werthen Manuskripten von