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1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
86
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Jahr 1835 nach Tyrol gemacht, gibt er in dem Briefe vom8. November 1838 dieser Sammlung selbst die beste Auskunft.

Im Jahr 1838 ließ Brentano sich endlich nach langemWiderstreben überreden, sein Mährchen:Gockel, Hinkel undGackeleia" (Frankfurt, bei Schmerber 1838. GesammelteSchriften V. Seite 1) herauszugeben, und dedicirte es, ein durchsganze Leben treu gebliebener Freund, einer Jugendfreundin, FrauGeheimerath v. Willemer, alsGroßmütterchen." Ursprünglichhatte es dem großen Cyclus der Rheinmährchen angehört, er erwei-terte es aber in München und fügte ihmdas Tagebuch derAhnfrau" bei, welches in den gesammelten Schriften im viertenBande Seite 49 derChronica eines fahrenden Schülers"folgt, weil Clemens mehrmal geäußert, daß es eine Fortsetzungdesselben sei; das Wie ist allerdings nicht leicht aufzufinden.

Als er bei Vollendung des Buches um ein Almosen füreine in Gelnhausen zu erbauende katholische Kirche gebeten wurde,glaubte der Dichter, dessen Phantasie damals sich so viel mitHennegau und Gelnhausen beschäftigt hatte, einen Wink derVorsehung darin zu sehen, und beschloß, diesem heiligen Zweckeden etwaigen Ertrag dieses scherzenden Kindes seines Geisteszu weihen, dessen harmlose Schönheit ein religiöses Grundgefühldurchweht, wie der unsichtbare Hauch eines Sonntagsmorgens.

Höchst charakteristisch für den Dichter sind die Verse:

Salomo, du weiser König,

Dem die Geister nnterthänig,

Setz' uns von dem stolzen PferdeOhne Fallen sanft zur Erde,

Führ' uns von dem hohen StuhleBei der Nachtigall zur Schule,

Die mit ihrem süßen LallenGott und Menschen kann gefallen.

Führ' uns nicht in die VersuchungUnfruchtbarer Untersuchung;