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Nachdem er am 23. Juli 1823 in Rödelheim die silberne Hoch-zeit'seines Bruders Franz noch mitgefeiert und sie durch ein Gedichtverherrlicht hatte, kehrte er bald wieder an das Krankenlagerseiner Freundin nach Dülmen zurück, empfing, was die immerleidender Werdende noch geben konnte, und suchte ihr so vielals möglich Linderung zu schaffen. Am 8. Februar 1824 schrieber den schönen Brief an einen jungen Freund (siehe diese Samm-lung), am 9. verließ die arme, reichbegnadigte und vielgeprüfteSeele ihre sterbliche Hülle; wie wir in dem Brief an Sailerund Diepcnbrock und in dem an eine junge Freundin so rührenderzählt finden. Diese Briefe erklären zugleich das schöne Gedicht.(Gesammelte Schriften I. Seite 104.)
Dülmen, das ihm jetzt nichts mehr bieten konnte, verließer nun bald und tief erschüttert. Die Freundin war gekommen,Diepenbrock's nahmen sich seiner liebevoll an und er brachte einigeZeit bei ihnen und in Haltern zu, ging aber bald zu Windisch-mann nach Bonn, wo er sich mit Ordnen seiner Papiere beschäf-tigte. Dann ging er zu seinen Geschwistern nach Winkel imRheingau, wo er auch Bettina fand, nach Wiesbaden zu Peez, nachFrankfurt, nach Koblenz zu Die; und endlich nach Straßburg zuGörres, machte mit diesem eine Reise nach Lothringen, wo erwieder eine Stigmatisirte kennen lernte, besuchte dann mit demjetzigen Bischof von Straßburg, Räß, dessen Mutter inColmar, dann in der Schweiz die Schüler Sailer's, die Anstaltder Jesuiten in Freiburg, lernte den frommen, durch Gebetheilenden Bauern Wolf kennen u. s. w., und kehrte imOctober 1825 nach Koblenz zurück. Alles dieses, und was ersonst in jener Zeit erlebte und was ihn bewegte, erzählt derBrief vom 15. März 1826 an seinen Bruder Christian aus-führlich, sowie sein Leben in Koblenz und was ihn dort bis zudiesem Tage beschäftigte. Auch die weiteren Briefe an diesenBruder, welcher damals in Rom lebte, sind so treu berichtend,