Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
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Die noch ungedruckten, nach den Aussagen der Emmerichausgeschriebenen Manuscripte befinden sich, seit dem Tode vonChristian Brentano, in dem Kloster der Benedictiner zu Münchenin den Händen des hochwürdigen Herrn Professor Haneberg(Pater Bonifaz), dem die etwaige weitere Herausgabe über-lassen ist; der Ertrag würde auch wieder frommen Stiftungenzufließen.

Mit Erstaunen und Bewunderung liest man in diesenMannscripten, welche vielleicht mehr denn vierzehn Bände nochgeben würden, nicht nur wie den Gesichten jener einfachenKlosterfrau die ganze Geschichte der Vergangenheit erschlossenwar, und wie Clemens mit ihr den Heiland während der dreiLehrjahre Schritt vor Schritt begleitete u. s. w., sondern auch dieGenauigkeit und Treue, mit der er ihre Angaben niederschrieb, undwenn er sie nicht recht verstanden, wägend und prüfend sich selbstfragt, ob sie wohl dies, oder das habe sagen wollen, verdienthöchste Anerkennung, besonders bei einem so phantasiereichenMenschen.

Die Ausflüge zu der Familie Diepenbrock nach Holtwick undzu dem alten, frommen Pfarrer von Haltern, waren Clemenssehr lieb in jener einsamen Zeit. Im Juni 1823 besuchte erauch Frankfurt und seine dortigen Geschwister nach siebzehn-jähriger Abwesenheit einmal wieder. Damals lernte er bei seinemFreunde Thomas den Stadtbibliothekar vr. Böhmer kennen,dessen verstehendes Wesen ihn ansprach, dessen jugendlicheBegeisterung für Poesie und Kunst seine Sympathie weckte,und dessen treue Anhänglichkeit ihn so sehr fesselte, daßer ihm sein ganzes Leben einer der liebsten Freunde geblieben,in dessen Hand er manche seiner schönsten Geistesblütheu nieder-legte, welche ohne dessen treues Bewahren wahrscheinlich verlorengegangen wären, und dem wir viele sehr schätzbare Notizen auchfür diese biographische Darstellung danken.