gegangen sein mag, unlieb. Sie wünschten darum sehnlichst, daßer nicht wiederkehren möge und baten ihn geradezu darum,indem sie ihm vorstellten, daß seine vielen Ansprüche für dasinnere Leben der Kranken schädlich sein könnten, und sie über-redeten dieselbe sogar dies zu unterzeichnen, was sie später oftbitter bereut hat.
Um diese Zeit scheint das Gedicht: „Nun soll ich in dieFremde ziehen" (gesammelte Schriften I. Seite 492) entstandenzu sein, welches in dem Umstand, daß Clemens den Hafen derRuhe, den er endlich gefunden zu haben glaubte, fürchtete wiederverlieren zu müssen, Erklärung findet.
Nachdem sein Bruder Christian die Stimmung in Dülmenwieder zu berichtigen gesucht, kehrte Clemens mit Gutheißungvon Overberg im Mai 1819 dahin zurück. Seine Freundinhatte Berlin schon zu Anfang der Fasten verlassen, ist ihm aberim späteren Leben noch öfter begegnet und hat dem frommen,ernstlich nach Gott ringenden Freunde immer eine wahre, aufAchtung gegründete Freundschaft bewahrt.
Clemens siedelte sich bald in dem Posthause zu Dülmen an,wo er in einem sehr arm eingerichteten Zimmer, nach demGarten hinanssehend, wohnte.
Wir müssen die Geduld und Ausdauer bewundern, welchenur in der Überzeugung, daß ihn Gott an diese Stelle geführt,begründet und gestärkt sein konnte, mit welcher der lebendigeMann, der gewohnt war in den größten Städten und geist-reichsten Gesellschaften zu leben, fast fünf Jahre lang (vomMai 1819 bis zum Tode der Emmerich, Februar 1824), mitgeringen Unterbrechungen, in diesem elenden Dorfe lebte, in demer nicht nur allen geselligen Umgang entbehrte, sondern mitBeschwerden aller Art zu kämpfen hatte.
Zweimal im Tage, am Morgen und Abend, gewöhnlich