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1 (1855) (1855)
Entstehung
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„An eine Jungfrau" u. s. w. (II. Seite 502.) Berlin,Januar 1817. „Einer Freundin am Jahrestage ihrer Taufe."(II. Seite 511.) Berlin, 23. April 1818. Ferner entstandenin diesem Zeitraum: „Am Geburtstage einer Wittwe" u. s. w.(II. Seite 507.) Berlin, 26. Angust 1818. An dieselbe istauch II. Seite 517. Berlin den 8. September 1817. „AmGeburtstage einer Jungfrau" (II. Seite 519). Berlin, 11. Sep-tember 1818. Auch des todten Bräutigams Lied (II. Seite 370)schrieb er zu Berlin 1818.

Zu dieser Zeit stellten Clemens Brentano und der erst vorKurzem in Berlin gestorbene H. v. Bülow, der auch ein talent-voller Dichter war, einander öfters Aufgaben, wo Gegenstandund Versmaaß gegeben waren; so entstanden z. B. die „Gottes-mauer" (Gesammelte Schriften I. Seite 238) 1816 und „das Liedvon den heiligen fünf Wunden" (I. Seite 242) 1817 bis 1818,beide nach Berichten, die damals in einer Berliner Zeitungstanden. Letztere Begebenheit soll sich 1817 in Belgien znge-tragen haben.

In Gubitzen's Gaben der Milde erschien 1817 zum erstenMale die Geschichte vom braven Kasperl und schönen> Annerl (Gesammelte Schriften IV. Seite 169), dessen Grund-lage wir im Wunderhorn (II. Seite 204), Joseph, lieberJoseph u, s. w. finden. Die acht vvlksthümliche Färbung, dersittliche Gehalt, das Naturgemäße und Lebenvolle in den Charak-teren haben dieser Erzählung, in welcher der Dichter mittendurch den fatalistischen Spuk eines dunkel hereinragenden Ver-hängnisses das tragische Spiel eines edlen Gemüths mit ver-fälschen Ehre entfaltet, in einfachen ergreifenden Zügen, dasschöne Grundthema variirend: „Thu' deine Pflicht und gib Gottallein die Ehre," allgemeinen Anklang und fortdauernde Geltungverschafft.

Auch „dieGeschichte der mehreren Wehmüller und