Clemens Brentano ging von dieser Zeit an als entschiedener,innig frommer Katholik seinen dornenvollen Lebensweg weiter,lernte aber erst den ganzen Umfang des unaussprechlich großenSegens des sakramentalischen Lebens der Kirche durch seinenUmgang mit der gottseligen Emmerich in Dülmen kennen undwürdigen. Seine schönsten und rührendsten Lieder stammen ausdieser Zeit, so der „Frühlingsschrei." (Gesammelte Schriften I.Seite 31.) Berlin, im Februar 1817. Über die Stimmung,in welcher dies Lied entstanden, siehe Briefe vom December1816 in dieser Sammlung. Zu Weihnachten 1617 hatte erzu Spee's Trutznachtigall „Einiges von dem Leben, Handeln,Leiden und Sterben des geistlichen Vaters Spee von Langen-feld" (siehe Anhang dieser Sammlung) geschrieben und dieselbe(Berlin bei F. Dümmler 1817) wieder herausgegeben, wobeiihm seine Freundin behilflich gewesen, der er auch das Büchleingewidmet. Die „Zueignung" (jetzt I. Seite 13) und das„Weihelied zum Ziel und End'" (I. Seite 26) sind an sie undin beide sind einzelne Strophen von ihr verwebt.
Alle seine Lieder, auch die nicht rein geistlichen, haben vonnun an eine ernstere, tiefere Richtung, er hat fürder nichtsLeichtsinniges mehr geschrieben, weshalb wir auch gesucht in demBändchen ausgewählter Gedichte (Sauerländer, Frankfurt 1854)dieselben möglichst der Zeitfolge nach zu ordnen; da dies beiden gesammelten Schriften übersehen worden, möge für die Besitzerderselben folgender, wenigstens theilweiser Nachweis dienen.„Pilger, all der Blumenschein" (I. Seite 35) findet in dem Briefedieser Sammlung vom 17. Mai 1817 nähere Erklärung undist irrig mit Mai 1819 bezeichnet, da es Mai 1817 gedichtetwurde. „Es war einmal die Liebe" (I. Seite 73) 1817. „Hilfmir mein Elend einsam bauen" (I. Seite 77). Berlin, imSommer 1818. „Die ummauerte Seele und der Epheu"(I. Seite 79), wird verständlicher durch den Brief dieser Samm-