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Er las aus seiner Victoria und Einiges aus der GründungPrags, ward außerordentlich lebhaft und entzückte die ganze,zahlreicher gewordene Gesellschaft, der er das Versprechen gebenmußte, öfter Donnerstags zu kommen. Dies that er auch undjedesmal beherrschte er die Unterhaltung der Gesellschaft, zu derhäufig die besten Gestalten Berlins gehörten; auch Gneisenauwar oft dort und hatte ihn sehr gern.
Für Clemens war aber, wie schon angedeutet worden, nundie Krise seines Lebens, seines innersten Lebens gekommen, dasschon lange tief empfundene Ungenügen alles irdischen Treibens,alles irdischen Glücks, aller irdischen Liebe spricht sich in vielenseiner Lieder aus und fast alle beweisen sie, daß ein religiöserFaden von Kindheit an durch sein ganzes Leben geht. Er waraber noch nicht zur Aussöhnung mit der Kirche gekommen undsprach sich bald gegen seine neue Freundin über die Zerrissenheitseiner Seele aus, erhielt aber gleich die Antwort: „Was hilftes ihnen, daß sie einem jungen Mädchen das sagen? Sie sindso glücklich, die Beichte zu haben, sie sind Katholik, sagen sieihrem Beichtvater was sie drückt."
Er war verwundert und suchte die katholische Richtungseiner Freundin Anfangs zu bekämpfen, ward aber bald selbstganz davon ergriffen und arbeitete in den ersten Monaten desJahrs 1817 eine tiefe, klare, sein ganzes Leben umfassende Beichteaus und in den letzten Tagen des Februars oder den ersten desMonats März 1817 legte er sie dem damaligen Propst zu SanctHedwig, Ambrosius Tauber, ab. Er hatte mehr als zehn, vielleichtmehr als fünfzehn Jahre der kirchlichen Tröstungen entbehrt.
Seiner Freundin erzählte er, wie der milde, ernste Priester,nachdem er auf dessen Zimmer, zu seinen Füßen knieend, dieBeichte abgelegt und Absolution empfangen, ihn mit Thränenumarmt und emporgerichtet habe und von nun an sein Freundgeworden sei.