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Bunde meisterhaft vereinigt, und in welche die schönsten Liedereingeflochten sind.
Kehren wir indeß zu dem Leben unseres Dichters in Berlin(1815) zurück. Die große Veränderung, welche mit ihm vorge-gangen, entsprang wohl aus dem Unbefriedigtsein mit sich selbstund seinem vergangenen Leben, welches anfing, ihm zweck- undgehaltlos zu erscheinen, weil ohne religiöse Stütze und Richtung;er hatte einen Durst nach Wahrheit, aber er erkannte mitgetrübtem Auge den Quell nicht mehr, wo sie stießet. Die peini-gendsten Zweifel quälten ihn, wie wir in dem Brief an Ringseisvom November 1815 und Februar 1816 (siehe diese in derSammlung) lesen, der uns Zeugniß gibt, wie ernst es ihm war,das Rechte zu finden, und wie aufrichtig sein Suchen. Vondem, der so sucht, läßt Gott sich immer finden, wenn seineSeele auch noch so verwirrt und betrübt und beladen ist.Gerade seine vielen Einwürfe und Zweifel zeigen uns, daß seinpoetischer Sinn und seine Phantasie sich nicht von dem Reiz derHarmonie, welche nur in der Kirche gefunden wird, Hinreißenließen, sondern daß er ernst prüfte und kritisch forschte.
Von dem liebevollen Vater Sailer, der ihn schon bei demTode seiner ersten Frau zu trösten gesucht, den er aber damalsnur als Freund geschätzt und jetzt erst auch als Priester ehrenund brauchen lernte, fügen wir im Anhang einen Brief anClemens bei, der gewiß wohlthnenden, versöhnenden Einfluß aufihn geübt hat; möchte er auch noch anderen suchenden undkämpfenden Seelen wohl thun.
Wie viel er in jener Zeit auch den innigen Liedern einerfrommen Freundin verdankte, erzählt er uns in dem Brief anseinen Bruder Christian vom 3. December 1817, siehe in derSammlung. Wir glaubten, die Lieder, die solche wohlthätigeWirkung gehabt, beigeben zu müssen, obgleich viele derselbenjetzt bereits an anderem Orte gedruckt sind.