Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
58
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1816 ging er noch immer mit dem Drucke des nicht vollendetenBuches um, Schinkel sollte es verzieren und hatte bereits damitbegonnen; er trat mit Buchhändlern in Unterhandlung, einigeHolzschnitte wurden gemacht. In einem Brief an den Buch-händler Reimer in Berlin vom 26. Februar 1816 Entwickelt erden ganzen Plan dieses Mährchencyklus, ohne daß derselbe zumDruck gelangte.

Als im Jahr 1827 diese dem Dichter fast fremd gewordenenJugenddichtungen in Frankfurt in einer Abendgesellschaft seinesFreundes Thomas vorgelesen, vielen Beifall fanden, bestürmteman ihn von Neuem, sie drucken zu lassen, er weigerte sich dessenaber nicht nur standhaft, sondern da er einst ein Stück dieserMährchen (das Myrthenfräulein) in der Frankfurter Iris gedrucktfand, verletzte ihn dies tief, und er bat dringend den Bewahrerdes Manuscripts (De. Böhmer, von welchem er 1827 schrieb:„Sie wissen, daß ich die Überreste meines literarischen Treibensmeinem Freunde, dem I),-. Böhmer in Frankfurt, übergeben hatte,weil er eine Freude des Ordnens und Bewahrens in seinerantiquarischen Natur hat und ein sinnvoller, gütiger, dienstfreund-licher Mann ist") es zurückzunehmen und ihn mit aller Öffent-lichkeit zu verschonen; denn er hielt diese seine Arbeit für unvoll-endet und nicht würdig genug. Der Wunsch, den Armen eineWohlthat zu erweisen, vermochte ihn, seinem Urtheil und Wider-willen vor Veröffentlichung zum Trotze, dennoch schon damalszu dem Entschlüsse, sie zum Besten einer Ärmenschule in Koblenzerscheinen zu lassen: „Ihre Absicht," schreibt er dem frommenArmenvater, Herrn Diez, daselbst, „erlaubte mir nicht, meinepersönliche Verletzung gegen den Vortheil Ihrer Armen in dieWagschale zu legen." Doch unterblieb der Druck auch jetztwieder. Anders, als des Dichters Bescheidenheit, hat seitdemdas Publikum über diese Mährchen geurtheilt, in welchen ächtkindlicher Ton, und der feinste heiterste Witz in seltenem