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1 (1855) (1855)
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41
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und 1806 schon, im October, starb in der Geburt eines anderenKindes mit demselben sein geliebtes Weib ^) in Heidelberg. Soviele andere Eindrücke das leicht erregbare Gemüth Brentano'sauch wieder aufnahm, hat er seine erste Gattin doch nie vergessen.Sein unendliches Weh bei ihrem Verluste sprach sich noch nachzehn Jahren, Herbst 1816, in dem schönen Gedichte:An denEngel in der Wüste" (gesammelte Schriften I. Seite 384) aus.

Ein Artikel über den Tod seiner Frau und noch frühereine Erwähnung einer Reise der Brentano'schen Eheleute nachWalthürn, in dem Journal des Luxus und der Moden, heraus-gegeben von Bertuch und Kraus, 1806, Juli, Seite 456 und1807, Januar, Seite 68, welche beide anonym erschienen, abervon dem damals in Heidelberg lebenden Kirchenrathe Horstigherrührten, veranlaßten die Warnung vor literarischen Klatsche-reien (gesammelte Schriften IV. .Seite 421), welche zuerst inder badischen Wochenschrift vom 20. Februar 1807 erschien.

*) In der badischen Wochenschrift, herausgegeben von A. Schreiber vom7. November 1806, finden wir folgenden Nekrolog:

,,Am 31. October, Morgens gegen zwei Uhr, starb in HeidelbergSophie Brentano, geborene Schubert, in einem Alter von fünf unddreißig Jahren, in den Wehen einer unglücklichen Entbindung. Deutsch-land verliert in ihr eine seiner schätzbarsten Schriftstellerinnen. Eintiefes und zartes Gemüth, das sich der Natur kindlich hingibt und inihren Liedern die höhere Bedeutung des Lebens ahnt, eine sanfte Schwer-muth, die im weiblichen Charakter so gern ins Romantische und Religiöseübergeht, sprechen aus den meisten ihrer Gedichte.

Ihre letzte Arbeit war eine Übersetzung der Fiametta des Boccaz,welche in Berlin gedruckt wird und deren Erscheinen sie leider nicht mehrerlebte. Gesund und heiter war sie noch am Abend ihres Todes undmachte im Vorgefühl mütterlicher Freude die Zubereitung für das Kind,welches sie erwartete, ohne zu ahnen, daß ihr Sarg sein Wiegenbett seinwürde.

Manche Thräne floß ihrem Tod und dem namenlosen Schmerz ihresGatten. Auf dem Sanct Annen - Kirchhof ist ihr Grab."

Ihr erstes Buch erschien 1794. (Vergleiche Jördens Lericon deutscherDichter. Seite 586.)

Von ihrem ersten Manne hatte sie eine Tochter, die nach ihrerScheidung bei der Mutter blieb, von Carolina Rudolfi in Heidelbergerzogen wurde, dort den Professor Ullmann heirathete, aber langst starb.