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bekannt geworden. Mit wundervollem Wohlklang tönen dieStrophen:
Fabiola: „Hör' es klagt die Flöte wieder
Und die kühlen Brunnen rauschen "
Piast: „Golden weh'n die Töne nieder,
Stille, stille lass' uns lauschen."
Fabiola: „Holdes Bitten, mild Verlangen,
Wie es süß zum Herzen spricht!"
Piast: „Durch die Nacht, die mich umfangen,
Blickt zu mir der Töne Licht."
(Gesammelte Schriften VlI. Seite 234.)
In diesem Jahre (1803) schrieb unser Dichter auch, lautder Einleitung, auf Grund seiner Bekanntschaft mit der LimburgerChronik die 1818 zum ersten Mal in der Sängerfahrt von Försterabgedruckte Chronica des fahrenden Schülers. In dengesammelten Schriften eröffnet sie den vierten Band. Es scheint,daß die Erinnerung an seine eigne geliebte verstorbene Mutterihm vorgeschwebt und der Erzählung des Schülers Johannesdie tiefe innige Färbung verliehen.
Auch seine Vermählung mit Sophie Mereau, geborenenSchubert, fällt in dieses Jahr (1803). Wie sich diese Verbin-dung endlich nach unzähligen Zwischenfällen doch noch gestaltet,wissen wir nicht anzugeben. Sophie war Protestantin und einegeschiedene Frau (seit 1802); als Katholik hätte Brentano daherkeine Ehe mit ihr eingehen können, allein bei den höchst vagenReligionsbegriffen der romantischen Schule und den löcherenSitten, die damals in Jena und Weimar herrschten, darf mannicht erstaunen, daß er sich über dergleichen Bedenken wegsetzte.
In den Briefen von Marburg (1804) lernen wir ihn mitRührung als zärtlichen, sorgsamen Gatten und glücklichen Vaterkennen. Im Frühjahr 1804 war ihm sein erstes Kind, einSöhnchen, das er aber bald wieder verlieren mußte, geboren