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1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
31
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tano) hier auf seinem leichten Turnierroß, wie er unter demBanner der muthwilligen, iibermüthigen Romantik sich kampf-lustig herumtummelt. Diese Satyren Maria's fallen geradein jene Zeit, da der Streit der Romantiker mit Kotzebue undseines Gleichen durch das Erscheinen des hyperboreischen Eselsin seiner vollsten Grüne stand; gegen Kotzebue waren daher auchdie ersten Turnierlanzen des jungen, ruhmbegierigen Dichtersgerichtet. Die Schrift war der launige Erguß einiger mnth-willigen Studentenstuuden in Jena. Clemens zählte damalskaum zwei und zwanzig Jahre, und vor ihm hatten Goetheund Schiller in reiferen Jahren die Tenien des Musen-almanachs von 1797, gleich Füchsen mit brennenden Schwänzen,in die rappcldürren Saatfelder der Philister gesendet; sie hattendamit der schonungslosesten Ironie und göttlichen Grobheit Thorund Thür geöffnet. Clemens suchte es ihnen, so jung er war,mit besten Kräften nachzuthun; insbesondere aber haben ihmdabei der gestiefelte Kater und Prinz Zerbino von Tieck, dieeben in der Literatur zu spuken begannen und das Mordio derPhilister auf's Neue geweckt hatten, als Muster und Vorbildervorgeschwebt. In allen Tonarten der satyrischen Scala verhöhnter schonungslos seinen Gegner auf dem hyperboreischen Esel.

Doch ist die Schrift nicht bloß gegen Kotzebue, sonderngegen die ganze Theatermisere der Zeit: gegen Dichter, Schau-spieler, Componisten, Kritiker und Publikum gleichmäßig gerichtet;jeder erhält von dem jungen Satyriker seinen Theil Spott undHohn. Auch die übrige Literatur wird bei manchem Zipfel mithineingezogen; wenige nur läßt sein jugendlicher Übcrmuthungerupft. Fast auf jeder Seite sind da der satyrischen Anzüg-lichkeiten mancherlei: Herder's Humanität; das englische Humor-bier von Jean Paul Friedrich Richter; Schiller's Glocke; derMusenalmanach von 1800; Knigge's Umgang mit Menschen,insbesondere mit Erhenkten; der Janus; die Erlanger Literatur-