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1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
30
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kannte dich nicht, nnd hielt dich für einen fremden Mann, dermir aber so wohlgefiel mit seiner blendenden Stirne, und deinschwarz Haar so dicht und so weich, und du setztest dich auf denStuhl und nahmst mich auf einmal in deine zwei Arme undsagtest: Weißt du, wer ich bin? Ich bin der Clemens! Und daklammerte ich mich an dich, aber gleich darauf hattest du diePuppe unter dem Tisch hervorgeholt und mir in den Armgelegt, ich wollte aber die nicht mehr, ich wollte nur dich. Ach,das war eine große Wendung in meinem Schicksale, gleichdenselben Augenblick, wie ich statt der Puppe dich umhalste."

Wie er von diesem Zeitpunkt an seine jüngere Schwesterals liebender Mentor nicht nur zu leuchtender Geisteshöhehinanzuführen strebte, sondern wie er auch sorgfältig bemühtwar, ihr Liebe zu Fleiß, Ordnung und sitkiger Achtung derFormen einzuflößen, könnten wir mit gar vielen schönen rührendenStellen jenes Briefwechsels darthun; doch würde dies zu weitabführen, wir ziehen daher nur noch die Äußerung der geist-reichen, unglücklichen Freundin der Geschwister an, die Bettinain dem Werke, das ihren Namen trägt,Der Günderode,"verewigt hat.

Es ist mir ordentlich rührend, daß, während Clemensselber sorglos leichtsinnig, ja vernichtend über sich und alleshinausgeht, was ihm in den Weg kommt, er mit solcher Andachtvor dir verweilt; es ist, als ob du die einzige Seele wärest, dieihm unantastbar ist, du bist ihm ein Heiligthum" u. s. w.

Über seine, wie Godwi, unter dem Namen Mariaerschienene und noch vor jenem Roman veröffentlichte Schrift:Satyren," halten wir es am geeignetesten, die Worte desVerfassers der Erinnerungen an Clemens Brentano anzuführen.Satyren und poetische Spiele von Maria." ErstesBändchen. Gustav Wasa. Leipzig 1800. Bei Wilhelm Rein,kl. 8. VIII und 186 Seiten.Wir finden ihn (Clemens Bren-