in dieser merkwürdigen Zeit geschrieben — was ich geben darfsind nur einige Stellen: *)
„„Mir ist wohl, recht wohl. Es wird Dich freuen, daß ichdas sage, aber es freut mich noch mehr, daß ich es sagen kann.Ich hatte den Frühling nie gesehen, darum hat er mich soüberrascht auf dem Wege hieher. Von meinen Beschäftigungenkann Dir Klingemann erzählen. Auch an Godwi habe ich vielgeschrieben." "
„„Hier ist mir Alles lieb, nur nicht einige junge Philosophen,die die Kunst üben, ohne alle Kunst von der Kunst zu reden.Ach, ich wollte gern die Philosophie achten, aber so langesolche Leute ihre Nichtswürdigkeit in den philosphischen Mantelverhüllen können —""
„ „Von meinem Studium der Antiken und der anderen Kunst-werke habe ich auch an Klingemann geschrieben. Ich trete nieungerührt, immer mit der gespanntesten Aufmerksamkeit in dieseGesellschaft der Götter, aber nicht lange, so widerstehe ich mirvergeblich; der Ernst meiner Betrachtungen wird tiefe Wehmuth.Und wenn ich hinaufsehe zu der schönen Griechin in ver-rührenden Trauer in ihren stillen Mienen, dann ergreift michdas Gefühl von Vernichtung, mit dem mich die Musik zu erfüllenpflegt, und ich muß hinaus und habe Alles vergessen, nur meinenewigen Schmerz nicht."" —
„„Großer Gott, wie mich das gefaßt, zerstört hat! Sie istwieder in Deutschland, sie ist hier. Ich werde sie vielleicht heutenoch sehen. Denke Dir: ruhig sitz' ich zu Tische, da erzählt einFremder, wie unterhaltend es heut' in der Gallerte war; einegroße, schöne Frau ging, die Gemälde zu betrachten, und wie sieging, sahen alle Maler von ihrer Arbeit und ihr nach. Alle,
') Die folgende» Briefauszüge sollen nach dem Urtheil eines sehr vertrautenFreundes vou Clemens Brentano, ganz acht sein.