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1 (1855) (1855)
Entstehung
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Mäßigung verhüllst du dein Vorhaben und deine Originalität.

Viele sind dir begegnet, ohne dich zu erkennen unbesonneneKritiker tadeln deine Werke, die sie dem Äußern nach beurtheilen

die Nachwelt wird dir danken!

Entzündet von der Nähe jener großen Männer, erheitertdurch den Umgang dieser und der anderen Freunde, ward ergesunder, heiterer, wie je vorher. In wenigen fröhlichen Stundenschrieb er das muthwillige Spiel Gustav Wasa. Wer esbeurtheilen wollte, müßte den Witz und die Laune kennen, mitder es geschrieben wurde, und die Erbitterung, mit der er denverderbten, nichtswürdigen Geschmack um so mehr haßte, jemehr ihn der Geist der Poesie durchdrang.

Im Sommer 1800 verließ Maria Jena und ging nachDresden. Hier fand er unvermuthet, wie ich glaube, die Frau ")die er liebte, wieder. Sie kam von einer Reise aus Italienzurück er sah sie, um sie nie wieder zu sehen ihm wardsein Unglück gewiß, uns sein Tod wahrscheinlich. Wie gernvertraut' ich dem theilnehmenden Leser alle Briefe, die er mir

*) Ohne Zweifel Sophie Mercau. (Vergleiche Frühlingskranz I. Seite 449.) Umdiese Zeit wurde von Christian Friedrich Tieck die wohlgelungene Büstevon Clemens Brentano gemacht, welche Sophie Mereau mit folgendemSonett begrüßte.

Welch süßes Bild erschuf der Künstler hier?

Von welchem milden Himmelsstrich erzeuget?

Nennt keine Inschrift seinen Namen mir.

Da diese holde Lippe ewig schweiget?

Nach Hohem lebt im Auge die Begier,

Begeist'rung auf die Stirne niedersteiget.

Um die. nur von der schönen Locken ZierGeschmücket, noch kein Lorbeerkranz sich beuget.

Ein Dichter ist es. Seine Lippen prangenVon Lieb' umwebt, mit wundersel'gem Leben,

Die Augen gab ihm sinnend die Romanze, ^

Und schalkhaft wohnt der Scherz auf seinen Wangen,

Den Namen wird der Ruhm ihm einstens geben,

Das Haupt ihm schmückend mit dem Lorbeerkranze.