das Schreiben seiner Gesundheit nachtheilig sei; er entgegnetaber: es komme im Gegentheil nichts für ihn, den Arzt undApotheker heraus, wenn er sterbe, ohne das Buch geendet zuhaben. Er stirbt nun wirklich, und es folgt der Bericht einesFreundes über seinen Tod und endlich die Gedichte seiner übrigenFreunde als Nachruf an den Verstorbenen, der aber eben keinAnderer ist als Clemens Brentano, der in diesen seinenLeichengedichten die Manier der damaligen Dichter ironisirendnachahmt."
Der genannte Bericht eines Freundes u. s. w. oder wörtlich:Einige Nachrichten von den Lebensumständen desverstorbenen Maria, mitgetheilt von einem Zurück-gebliebenen (II. Seite 431), ist von August Winkelmaun. *)Da er der Erste ist, der sich über unseren Dichter ausgesprochen,und da er nebst demselben die Gesellschaft in Jena, in welcherer lebte, geschildert, lassen wir dieselben hier folgen, nach dengütigen Notizen eines Freundes den Druck ergänzend.
„Seine äußere Erscheinung **) bizarr oder angenehm, aberimmer anziehend; — seine Unterhaltung schnell, sehr lebhaft,immer witzig; — Vielen fremd, Einigen sehr lieb; — in seinemganzen Dasein ein gewaltiges Ringen seines Gemüths und ver-äußeren Welt: — so sah ich Maria zuerst in Jena und fühltemich schnell zu ihm hingezogen. Keiner, der in Jena war,nennt diesen Abschnitt seines Lebens ohne Dankbarkeit undangenehme Erinnerung! Dieser Sommer, in dem ich Maria
«) Winkelmann, Stephan August, geboren 1780 zu Braunschweig, gestorbendaselbst den 21 . Februar 1810 als Professor am dortigen anatomisch-chirurgischen Collegium, nachdem er vorher Privatdoceut i» Göttiugengewesen. Er war Magister der Philosophie und Doctor der Mcdicin, hatbesonders über die öffentliche Krankenpflege, Physiologie und Wahnsinngeschrieben. Seine Aufsätze in Klingemann's Memnon sind mit A.bezeichnet. Er soll ein sehr ausgezeichneter Kopf gewesen sein.
*») Die des Maria, unter welchem Namen Clemens Brentano den Godwiherausgegeben.