Es brauset und sausetDas Tambourin,
Es raffeln und prasselnDie Schellen darin;
Die Becken hell flimmernVon tönenden Schimmern;
Um Kling und um Klang,
Um Sing und um SangSchweifen die Pfeifen,
Und greifen an's Herz
Mit Freud' und mit Schmerz!" u. s. w.
Deutinger sagt in Beziehung auf dieses Gedicht, welches inden gesammelten Schriften (ll. Seite 333) ausgenommen ist(Über das Verhältniß der Kunst zum Christenthum. Ein Pro-gramm. Freising 1843): „Wie sehr Brentano es verstand, seinesHerzens Bedungen in den Lauten der Sprache nachklingen zulassen, davon überzeugt uns sein Lied von den lustigen Musi-kanten. Wenn er den tiefen Schmerz in greller Lustigkeit hieraufschreien läßt, könnte das bezeichnender und ergreifendergeschehen, als in dem herrlichen Refrain jenes Liedes, der mitdem schreienden Ei-Laut aus aller Lustigkeit den Jammer herz-zerreißend hervortönen läßt." Die Sage von der Lurlei, welcheClemens Brentano erfand in der Ballade (Godwi II. Seite 392):
„Zu Bacharach am RheineWohnt eine Zauberin,
Sie war so schön und feineUnd riß viel Herzen hin" u, s. w.
(Gesammelte Schriften II. Seite 391.)
und an den Namen Lurlei, den ein vorspringender Schieferberg(Lei) führt, angeknüpft hat, ist seitdem in die Sagendichtung derrheinischen Lande übergegangen und, als wenn es ein alterStoff wäre, vielfach von Anderen bearbeitet worden.
Damit es nach dem Zuletztgesagten nicht scheine, der