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1 (1855) (1855)
Entstehung
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als er, wie er später zu sagen pflegte, noch ganz unwissend war.Clemens selbst nannte die Schrift einen verwilderten Roman,sie gehört der romantischen Schule an, aber nicht in ihrer höhernreinern Richtung, wie sie sich in Novalis ausspricht, und derClemens, sobald der Most ausgegohren hatte, sich zuwandte; esist vielmehr der trübe, üppige Geist der Lucinde, der darinspukt. Doch,. wenn auch mit Recht gesagt worden, daß hierüberall die unreife, trunkene Jugend des Dichters sichtbar,der, von den verschiedensten Richtungen angeregt, einem in denWinden flackernden Lichte gleicht, der nicht Herr seiner selbstist, sondern jeder Laune, jedem Einfalle nachrennt, wie ein Kindden Blumen und Schmetterlingen; wenn es auch wahr ist, daßseine eigne Empfindung ihn so ganz beherrschte, daß vielePersonen des Romans seine eignen Spiegelbilder sind, undbeinahe alle jeden Augenblick in ungenießbare Faseleien roman-tischer Überschwänglichkeit verfallen, daß von einer ruhigen,objectiven Auffassung fremder Persönlichkeit, von einer gehaltenenDurchführung durch alle Verwirrungen zu einem befriedigendenSchlüsse kaum eine Spur ist: so gewahren wir darin doch schonhie und da leise religiöse Klänge, Beachtung und Verständnißder Volkspoesie und ein erfolgreiches Anlehnen an dieselbe. Hiersind schon die Anfänge des Wunderhorns, in welchem er mitAchim von Arnim so viel Köstliches gesammelt und bewahrt hat,z. B. Godwi (ll. Band, Seite 92), das Lied vom Tannebaum,welches Halb Volkslied, halb seines eignen Geistes Kind scheint:

O Tannebaum, o Tannebaum,

Du bist mir ein edler Zweig,

So treu bist du, man glaubt es kaum,

Grünst Sommers und Winters gleich," u. s, w.

(Gesammelte Schriften II. Seite 103.)

Weiter (2ter Band, Seite 113) das tief schwermüthige Lied,