Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
11
Einzelbild herunterladen
 

11

i Verse, in denen Clemens in scherzender Weise der Schwächen' der Hausfrau des guten Herrn Polex gedachte, von dem Principalin des Lehrlings Zimmer gefunden, sollen die Veranlassunggewesen sein, daß er nach einem halben Jahre (1796) seinemVater nach Frankfurt zurückgesandt wurde, auf dessen Comptoir ernun wieder arbeitete und eine Reihe von muthwilligen Streichenbegann, unter welchen die Correspondenz mit einem LondonerGeschäftsfreunde schon von Verschiedenen erwähnt worden ist.Nachdem er nämlich in einer. Debatte um ein verlorenes Zucker-faß schon manche Briefe hatte copiren müssen, malte er, da ereinen etwas heftigen Brief in dieser Angelegenheit zu copirenhatte, im Unmuth über die widerwärtige Arbeit, der Unterschriftzur Seite einen mächtigen Hut, unter welchem zwei Gesichtereinander mit gegenseitigem Ingrimm anblickten und drunterwar zu lesen:

Zwei Narren unter einem Hut,

Der dritte sie beschauen thut."

In der Antwort, die nicht lange ausblieb, fand man einenbreiten Strom gezeichnet, der die westliche Seite einer wohlver-wahrten Festung bespülte und die Unterschrift:

Das ist die Festung Wesel,

Wer sie schaut ist ein Esel."

Als der erzürnte Vater mit gerechtem Unwillen der Veran-. lassung solcher Unbill nachgespürt und der Sohn schuldig befundenworden, erkannte man, daß er zum Geschäftsleben untauglich: und daß der Ausspruch der Frau Rath *) sich an dem Knaben

> bewährt hatte:

§

HWo dein Himmel ist dein Vadutz,

Ein Land auf Erden ist dir nichts nutz."

> *) Gcethc's Mutter, stehe die Zueignung des Gockel,

Ä

W

.....