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Die schöne Schilderung, welche uns Bettina in ihremFrühlingskranz (Seite 285) von der Häuslichkeit dieser geist-reichen Frau und Schriftstellerin gibt, können wir uns nichtversagen, hier anzuführen. „Diese Häuslichkeit," sagt die Enkelin,„hat einen eignen poetischen Schimmer, Alles in der höchstenReinlichkeit und Heimlichkeit zu erhalten, — zu jeder Stunde,zu jeder Jahreszeit ist nichts vernachlässigt, selbst das aufge-schichtete Brennholz am Gartenspalier ist unter, ihrer Aufsichtder Schönheitslehre. — Wenn es im Winter muß verbrauchtwerden, so läßt sie es immer so, abnehmen, daß die Schneedeckeso weit wie möglich unverletzt bleibt, bis Thauwctter einfällt,wo sie es abkehren läßt.
„Im Herbste hat sie ihre Freude dran, wie die rothenBlätter der wilden Rebe es mit Purpur zudecken. — ImFrühling regnen die hohen Akazien ihre Blüthenblättchen draufherab und die Großmutter freut sich sehr daran. Ach, was willstdu? — es gibt doch keine edlere Frau wie die Großmutter! —Wer verkennt den wunderschönen Blitz ihres Auges, wenn siemanchmal sinnend mitten im Garten steht und späht nach allen^ Seiten und geht dann plötzlich hin, um einem Zweige mehri Freiheit zu geben, um eine Ranke zu stützen, und dann soH befriedigt in der Dämmerung den Garten verläßt, als habe siemit der Überzeugung Alles gesegnet, daß es fruchten werde." —So lieb und interessant der geniale, reichbegabte Enkel derGroßmutter auch gewiß gewesen, mußte doch die PhantastischeWunderwelt und die ungebändigte Phantasie desselben der beson-nenen, verständigen Frau fremd sein, und er erzählt uns inseiner Zueignung des Gockels, daß sie ihn, wie später Bettina,öfter gefragt: „Kind meiner Max, woher hast du nur all' dieswunderliche Zeug? " „Es ist nicht weit her," antwortete er, wiraber glauben, daß es wohl aus der Heimath seines Vatersstammte, aus dem nördlichen Italien, dessen ernste und doch