seine Schwester Bettine betrachten, die unter dem Titel:„Frühlingskranz, Charlottenbnrg bei Egbert Bauer 1844,erster Band," erschienen sind.
Sehr viele schöne, bedeutende Briefe sind leider vernichtetworden. Zu diesen gehörten namentlich die an Melchior vonDiepenbrock, welche der Cardinal im Jahre 1848, als manin Breslau keinen Augenblick sicher war, nicht von demfrechen Pöbel das Vertrauteste und Liebste angegriffen undzu Gott weiß welchen entstellenden Compositionen mißbrauchtzu sehen, nebst denen seines Bruders Christian, welcheBrüder so großen, wohlthätigen Einfluß auf das Leben desgroßen Kirchenfürsten geübt, vernichtet hat. Der Fürstbischofschreibt hierüber: „Es war ein schmerzliches, aber unterden damaligen hiesigen Umständen ein nothwendiges Opfer,um sich mit einiger Beruhigung anfhängen lassen zu können,was täglich möglich war."
Manche Briefe auch konnten die Besitzer sich nichtentschließen größeren Kreisen anzuvertranen. Dennoch hoffenwir durch diese Sammlung und die beigefügten biographischenNotizen unserem Hauptzweck zu entsprechen, den Dichter intreuem Bilde darznstellen.
Was wir in früheren Schilderungen von ClemensBrentano, namentlich in „den Erinnerungen an den DichterClemens Brentano," in den historisch politischen Blättern alswahr und gut erkannten und wir nicht besser hätten gebenkönnen, haben wir ausgenommen.
Die Briefe an eine jüngere Freundin, etwazwanzig, vom Jahr 1821 bis 1838, wurden uns durch dieGüte dieser Freundin überlassen. Sie wünschte, daß wirihnen folgende Worte als Note beigeben möchten; da aberzu treuerer Charakterisirung und um dadurch einen richtigemBlaßstab zu geben, die Briefe chronologisch geordnet und