Vorwort
Seit durch „Clemens Brentano's gesammelteSchriften" der Dichter einem größern Kreis der Leseweltbekannt geworden, sprach sich öfter der Wunsch aus, durcheine gewissenhafte Biographie und geschichtliche und chrono-logische Notizen über die Entstehung seiner Werke, ein klareresund richtigeres Verständlich derselben herbeigeführt zu sehen.
Der Herausgeber der gesammelten Schriften hat diesesBedürfniß auch gefühlt, und würde ihm gewiß in derentsprechendsten Weise abgeholfen haben, wenn ihn nichtder Tod, nach unerforschlichem Rathschluß Gottes, soplötzlich, noch vor Vollendung der Aufgabe, die er sichgestellt, hinweggenommen hätte.
Indem wir nun die schon von Christian Brentanoim ersten Bande der gesammelten Schriften angekündigtenBriefe von Clemens Brentano hier seinen Freunden über-geben, hoffen wir dem obengedachten gerechten Wunsche ambesten zu entsprechen; denn es ist uns durch gefälligesMitwirken von Verwandten und Freunden gelungen, Briefevon 1795 bis 1842, seinem Todesjahr (wenige Jahre aus-genommen) zu erhalten, in welchen wir den Dichter undseine Berührung mit der Außenwelt und deren Rückwirkungauf ihn, besser gezeichnet finden, als wir ihn zu schildernvermöchten. Als ergänzend dürfte man die Jugendbriefe an