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24 (1852) Die Verlobten
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verschiedenen Vorwänden von den Wächtern Einlaß begehrtund erhalten hatten.

Der Leichnam wurde hier vor der Pforte der Kapelle,deren alte gothische Fronte eine Seite des Schloßhofeü bil-dete, so lange niedergelegt, bis die Priester gewisse Gebetehergesagt hatten, die, wie es schien, von der umstehendenMenge mit der geziemenden Ehrfurcht nachgebetet wurden.

Während dieser Zeit nun geschah es, daß ein Mann, demsein Stutzbart, sein gestickter Gürtel und hochgekrämpter Filz-hut das 'Ansehen eines lombardischen Kaufmanns gab, sich anMargery, Evelinens Amme, wendete und ihr mit fremderAussprache die Worte zuflüsterte:Ich bin ein reisenderKaufmann, gute Schwester, und hierher gekommen, um guteGeschäfte zu machen könnt Ihr mir nicht sagen, ob ichnicht einige Abnehmer in diesem Schlosse finden könnte?"

Ihr seid zu einer bösen Stunde gekommen, und werdetselbst einsehcn, daß hier ein Ort zum Trauern, nicht aberzum Handeltreiben ist."

Allein Trauerzeiten haben ihren eigenen Handel," sagteder Fremde, noch näher zu Margerp tretend und seine Stimmein ein noch traulicheres Geflüster umwandelnd:Ich habeschwarze Mäntelchen von persischer Seide schwarze Ko-rallen, mit denen eine Prinzessin einen verstorbenen Monar-chen betrauern könnte Trauerflor, wie er selten aus demOriente gekommen ist, schwarzes Tuch zu Trauertapeten kurz Alles, was in Kleidung und Putz Kummer und Ehr-furcht auszudrücken vermag; auch weiß ich mich dankbar gegenDiejenigen zu beweisen, welche mir zu Kunden verhelfen.Kommt, bedenkt Euch, gute Dame solche Dinge muß manhaben. Ich habe so gute und wohlfeile Waare, als irgend