Druckschrift 
24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
137
Einzelbild herunterladen
 

137

kleine Haufen getheilt, die Walliser nach Herzenslust nieder,während das Banner des Hugo von Lacy, als ein Vereini-gungspunkt für die Sieger, auf einer kleinen Anhöhe wehte,auf der Gwenwpn kurz zuvor sein eigenes aufgepflanzt hatte;es war von einem zulänglichen, thcils aus Fußvolk, theils ausReiterei bestehenden Truppencorps umringt, dem der Baronden Befehl ertheilt hatte, es unter keinerlei Umständen zuverlassen.

Die klebrigen beschäftigten sich, wie wir bereits gesagt ha-ben, mit der Verfolgung der Walliser unter einem donnern-den Jubel- und Rachegeschrei, und rings um die Zinnen tönteder Ruf: »Ha, St. Eduard ha, St. Denis! Schlagtzu -aut auf sie ein gebt den walliser Wölfen kein Par-don, denkt an Raymond Verenger!"

Die Krieger auf den Mauern stimmten in diese Ausrufeder Rache und des Sieges ein, und begrüßten diejenigenFlüchtlinge, welche in ihrer Noth der Burg zu nahe kamen,mit einem kräftigen Pfeilregen. Gerne würden sie einen Aus-fall gemacht haben, um thäliger zu dem Zerstörungswerkemitzuwirken; allein da jetzt vie Verbindung mit den Strcit-kräften des Constable von Chester eröffnet war, so nahm Wil-kin Flammock an, er unk die Besatzung stehen jetzt unter denBefehlen dieses berühmten Anführers, und weigerte sich da-her, den dringenden Aufmunterungen des Vaters AldrovandGehör zu schenken, der, trotz seiner geistlichen Würde, gerneden Ausfall, auf den er antrug, selbst angeführt habenwürde.

Endlich schien die Mordscene beendigt zu sein. Aus man-chem Horn ertönte das Zeichen zum Rückzuge und die Rittermachten auf der Ebene Halt, um ihre persönlichen Begleiterunter ihre besonder» Fähnlein zu sammeln. Hierauf zogen sie