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24 (1852) Die Verlobten
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Pflichten der Wache. Zudem hatten ihre Fouragirer undStreifcorps, die während des verflossenen Tages das Landdurchschwärmt hatten, dem Hauptcorps Nachrichten gebracht,die dasselbe in eine unheilvolle Sorglosigkeit lullten. IhrLager wurde daher nachlässig bewacht und sie hatten die wich-tige militärische Pflicht, Streifwachen und Vorposten in einergehörigen Entfernung von dem Hauptcorps aufzustellcn, gänz-lich vernachlässigt. So war die Reiterei der Gränzritter, un«geachtet des Geräusches, das ihr Vorrücken begleitete, dembrittischen Lager sehr nahe gekommen, ohne dort die geringsteUnruhe zu erregen. Allein während sie ihre Streitkräfte, zumBehuse des Angriffs, in verschiedene Colonnen theilten, ver-kündete ein lautes und schnell wachsendes Geräusch unter de»Wallisern, daß sie endlich von der ihnen drohenden Gefahrin Kenntniß gesetzt seien.

Weithin ballte aus ihrem Lager das brüllende und miß-tönende Geschrei, mit dem sie jeden ihrer Leute unter dasBanner seines Häuptlings zu versammeln suchten. Alleindiese Sammelrufe wurden bald in ein grauses Klage- undAngstgeschrei verwandelt, als der donnernde Angriff der ge-panzerten Rosse und der schwer bewaffneten Reiterei der Anglo-Normannen ihr unbeschütztes Lager überraschte.

Doch auch unter so traurigen Umständen waren die Ab-kömmlinge der alten Britten weit entfernt, ihre Vertheidi-gung aufzugeben, oder ihrem alten angeerbten Privilegium,die Tapfersten unter den Sterblichen genannt zu werden, zuentsagen. Ihr herausforderndes, trotzbietendes Geschrei über-tönte das Aechzen der Verwundeten, die Siegesrufc der trium-phirenden Angreifer und den allgemeinen Tumult des nächt-lichen Kampfes. Erst als das Morgcnlicht hervorzubrecheubegann, war die Niederlage und Zerstreuung der Streitkräfte