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Furcht und Kummer machen Leidende manchmal beredt.Eveline redete mit jeder der verschiedenen Völkerschaften, ausdenen die Besatzung bestand, die Sprache, die sich am meistenfür sie eignete. Mit den Engländern sprach sie als mit Ein-geborenen des Landes — mit den Flamändern als mit Leu-ten, die durch das Gastrecht zu Eingebürgerten gewordenseien — mit den Normännern, als mit den Abkömmlingenjenes Heldengeschlechtö, dessen Schwert es zu Herren jedesLandes, wo seine Schärfe erprobt worden sei, gemacht habe.Mit ihnen redete sie die Sprache der Ritterlichkeit, nach de-ren Gesetzen der Niedrigste dieser Nation seine Handlungenregelte, orer wenigstens zu regeln vorgab. Die Engländererinnerte sie an ihre Treue und Redlichkeit; und mit denFlamändern sprach sie von der Zerstörung ihres durch ehrlichenFleiß erworbenen Eigenihums. Alle forderte sie auf, den Todihres Anführers und seiner Waffengefährtcn zu rächen. —Allen empfahl sie Vertrauen auf Gott und unsere Frau vonksräe ckouloureuse; ja sie versicherte Alle, daß bereits einstarkes und siegreiches Heer zu ihrem Entsatz herbeirücke.
„Wird cs wohl den tapsern Rittern des Kreuzes in denSinn kommen, ihr Geburtsland zu verlassen, so lange dasAngstgeschrei der Weiber und Waisen noch in ihren Ohrenertönt? — Dadurch würden sie ibre frommen Vorsätze inTodsünde verwandeln, und den hohen Ruhm, den sie sich soglorreich errungen haben, schänden. Ja — fechtet nur tapfer,und vielleicht, ehe die Sonne, die jetzt langsam am Horizonteemporsteigt, in das Meer hinabfinkt, werdet ihr fie die Schlacht-reihen der Krieger von Shrewsbury und Chester beleuchtensehen. Wann verweilte der Wallrser jemals, um den Klangihrer Trompeten oder das Rauschen ihrer seidenen Bannerzu vernehmen? Kämpfet tapfer, kämpft nur eine Weile