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24 (1852) Die Verlobten
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tapfer unsere Burg ist fest unsere Munition mehr alshinreichend Eure Herzen sind stark Eure Arme mächtig Gott ist unö nah und unsere Freunde sind nicht fern vonuns. So fechtet denn im Namen alles dessen, was gut undheilig ist fechtet für euch selbst, für eure Weiber, eure Kin-der und für euer Eigenkhum und ach! fcchlet für ein ver-waistes Mädchen, das keine andern Vertheidiger hat, als die,welche ihr die Theilnahme an ihrem Schmerze und das An-denken an ihren Vater unter euch erweckt!"

Solche Reden machten einen mächtigen Eindruck auf Leute,die längst schon durch die Macht der Gewohnheit, sowie durchihre Gemüthsart, gegen jede Gefahr unempfindlich waren.Die ritterlichen Normannen schwuren bei dem Kreuze ihrerSchwerter, sie wollen lieber bis auf den letzten Mann ster-ben, als ihre Posten verlassen die plumpern Angelsachsenschrien:Schande über den, der ein solches Lamm, wie Eve-line, einem walliser Wolf überläßt, wenn er ihr durch seinenKörper ein Bollwerk bereiten kann!" Selbst in die kaltenFlamänder fuhr ein Strahl der Begeisterung, welche die An-dern beseelte. Sie flüsterten einander Lobsprüche, die Schön-heit der Jungfrau betreffend, zu, so wie kurze aber ernsteEntschlüsse, zu ihrer Beschützung Allem aufzubieten.

Rosa Flammock, die ihre Gebieterin mit einigen Dienerin-nen auf ihrer Runde um die Burg begleitete, schien aus demaufgeregten Zustande, in den sie, durch den am vorigen Abendegegen die Ehrlichkeit ihres Vaters gehegten Verdacht gerathenwar, wieder ihre natürliche Gemüthsstimmung, in die einesscheuen und furchtsamen Mädchens zurückgesunken zu sein.Sie trippelte dicht, aber ehrfurchtsvoll, hinter Evelinen her,und horchte auf alle ihre Worte mit der Ehrfurcht und Be-wunderung eines Kindes, das einem Vorgesetzten zuhört

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