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24 (1852) Die Verlobten
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len Ausdruck verloren, den ihnen die geglaubte Offenbarungverliehen hatte; allein sie sprachen immer noch einen mildenKummer und eine feste Entschlossenheit aus. In ihrer Anredean die Soldaten einigte sie Bitten mit Befehlen, indem siesich bald ganz ihrem Schutze anheimstcllte, bald ihre Hülfeals den schuldigen Tribut ihrer Lehnspflicht in Anspruchnahm.

Gemäß den Regeln der Kriegskunst war die Besatzung inverschiedene Haufen auf den Punkten getheilt, die den feind-lichen Angriffen am meisten ausgcsetzt waren, oder von wel-chen aus dem angreifcnden Feinde am besten beizukommenwar. Gerade diese unvermeidliche Zersplitterung ihrer Machtin kleine Abtheilungen war cS aber, die die große Ausdeh-nung der Mauern, verglichen mit der Anzahl ihrer Vertbei-diger, in einem so traurigen Lichte erscheinen ließ; denn ob-schon Wilkin Flammock verschiedene Mittel ersonnen hatte,um dem Feinde diesen Mangel an Macht zu verbergen, sokonnte er doch die Vcrtheidiger der Veste nicht darüber täuschen.Diese warfen melancholische Blicke auf die weitauSgedehntcnZinnen, die bloß durch Schildwachen besetzt waren, undwandten sodann das umwölkte Auge auf das unheilvolleSchlachtfeld, das mit den entseelten Leibern derer bedecktwar» die in dieser Stunde der Gefahr ihre Gefährten hättensein sollen.

Evelincns Gegenwart trug viel dazu bei, die Besatzungaus diesem Zustande der Entmuthigung zu reißen. Sieschwebte von Posten zu Posten, von Thurm zu Thurm deralten Veste, wie ein Lichtstrahl, der über eine umwölkte Land-schaft hingleitet, und ihre verschiedenen Punkte nach undnach berührend, ihre Schönheit und Bedeutsamkeit hervor-ireten läßt.

Die Verlobten.

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