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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
105
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ihm sagt: schütte deine Zweifel in das Ohr des Priesters aus,wird einst die Pein erleben, daß Feuer und Schwefel seineSchmerzenSrufe ersticken werden. Du hattest stets ein zartesGewissen, Sohn Wilkin, obschon dein Benehmen rauh und un-geschliffen ist."

Nun, so wisset denn," sagte Wilkin,daß ich mit meinemNachbar, Jan Vanwelt, einen Handel, meine Tochter Rosabetreffend, gehabt habe, und daß er mir gewisse Gelder unterder Bedingung bezahlt hat, daß ich ihm meine Tochter zurFrau geben soll."

Pah! Pah! mein guter Sohn," sagte der getäuschteBeichtvater,diese Sache kann aufgcschoben werden. ES istjetzt, wo wir Alle nahe daran sind, von den walliser Beilenniedergehaucn zu werden, keine Zeit zum Heirathen oder zumVerheirathen."

So hört mich doch an, guter Vater," sagte der Flamän-der;denn dieser Gewissenspunkt geht unsere gegenwärtigeLage weit näher an, als Ihr glaubt. Ihr müßt wissen,daß ich nicht gesonnen bin, meine Tochter diesem Jan Van-welt, der alt und ungesittet ist, zu geben, und ich möchte nunvon Euch wissen, ob ich cs vor meinem Gewissen verantwor-ten kann, wenn ich ihm meine Einwilligung verweigere?"

In der That," sagte Aldrovand,Rosa ist ein hübschesMädchen, nur etwas zu voreilig, und ich glaube, daß IhrEure Einwilligung, unbeschadet Eurer Rechtschaffenheit, zu-rücknehmen könnt, wenn Ihr ihm die empfangenen Gelderwieder zurückbczahlt."

Ja, aber darin liegt gerade die Schwierigkeit, guterVater," sagte der Flamänder,die Zurückzahlung dieserGelder würde mich an den Bettelstab bringen. Die Walliserhaben mein Eigenthum geraubt oder zerstört, und diese Hand