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artig« Pfahl wird Euch zur Brücke führen, dort geht Ihralso über den breiten Bach, immer gradaus, bis sich bei einemSteinhaufen mehrere Wege kreuzen — der Henker auch, daträumet er schon wieder!"
Es war wirklich an dem, daß, da in diesem Augenblickder Reiter sich uns näherte, meine Aufmerksamkeit sich diesemzuwandte, als ich auswich, ihm Platz zu machen- Sein gan-zes Aenßere zeigte, daß er zu der Gesellschaft der Freundegehöre, oder wie die Welt und die Weltgesche sie nennen,daß er ein Quäker sei. Ein starker, brauchbarer, eisengrauerKlepper zeigte durch Glätte und Wohlteleibtheit, daß derbarmherzige Mann auch barmherzig gegen sein Vieh sei. SeineKleidung war zwar nicht übertrieben, doch reinlich und or-dentlich, wie diese Scktirer sich zu kleiden pflegen. Ein langerUeberrock von ausgezeichnet feinem Tuche, welcher bis ans dieFüße herabfiel, war bis au's Kinn zugeknöpft, um ihn gegendie Morgenluft zu schützen- Der Rand seines nach Quäker-Art, ohne Knopf oder Schleife, herabhängenden Biberhutcsbeschattete gutmüthigc, freundliche Züge, deren Ernst mit einerDosis Humor gemischt war, welcher mit dem finsteren puri-tanischen Wesen, welches die Frömmler heucheln, nichts gemeinzu haben schien. Eine hohe Stirne, frei von ven Falten desAlters oder der Heuchelei, ein klares Auge, ruhig und gesetzt,schien doch einen Anstrich von Acngstlichkcit, wenn nicht vonFnrcht zu verrathen; und als er den gewöhnlichen Gruß:„Ich wünsche dir einen guten Morgen, mein Freund," ans-sprach, drängte er sein Roß so nabe an die eine Seite desWegs, als spreche er damit den Wunsch aus, bei uns mitso wenig Umstände» als möglich vorbeiznschlüpfen, gerade wieein Wanderer bei einem Bullenbeißer vorübergeht, auf dessenfriedliche Gesinnungen er keineswegs vertraut.