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unserem Auge, welcher sich mit dem Blicke bewegt und nachGesetzen, welche die Optik noch nicht ergründete, in immerwechselnde reguläre Farbenkreise verwandelt, bis er schwindet,nie aber die Sonne wird, welche Alles erwärmt und erleuchtet.In der katholischen Kirche wissen wir diese Schriften als nichtganz gesundes Brod erkannt, und daher sind sie außer Landesgewandert; mögen sie durch das treue Anhängen ihrer Verfasserinan die katholische Kirche bis zum Tode den Segen erhalten,Andersgesinnten, wo nicht ein Brod, doch irgend ein Heilkrautwerden zu können. Dieses wünschend, tritt das Sprichworteiner einfältigen in inneren Wegen auch bewanderten Seele vorunsere Erinnerung: „Taugt es nicht in den Topf, so taugt esdoch darunter." Das heißt: „Taugt cs nicht, zur Speise bereitetzu werden, so taugt es das Feuer zu nähren, welches die Speisekocht." —
Fenelon wollte die Lehre der uneigennützigen Liebe gegen« einen sehr heftigen Gegner mit Sanftmuth verlheidigen; Gottaber wollte, daß der uneigenllichc, unbestimmte Ausdruck derheiligen Lehre verdammt wurde, und daß er die uneigennützige Liebenicht vertheidige im ungeschickten Wort, sondern durch ein glän-zendes Beispiel der deinüthigsten Unterwerfung unter das Ober-haupt der Kirche; eine Thal, welche mehr uneigennützige LiebeGottes enthält, als alle theologische Spitzfindigkeit. SeineSchrift: „die Maximen der Heiligen genannt," ward verdammt,seine Erklärungen dieser Schrift aber nie.
Bossuet, mit heiligem Eifer für Reinheit der Lehre entbrannt,scheute es nicht, gegen einen herrlichen, ihm geliebten Freund zustreiten, und seiner berufenen Anstrengung ward der Sieg. Aucher wollte das Rechte und gelangte zu seinem Ziel. Das Rechtward gesprochen durch seine Veranlassung. Aber auch er warddahin geführt, durch seine Persönlichkeit in diesem Streite nochetwas anderes zu thun, was er eigentlich wohl nicht wollte;