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erlernt werden kann, sondern auf inner» Stimmen wurzelnd,um so mehr aller richtig bezeichnenden Sprache entbehrt, einesolche wird durch den ungründlichen Beifall einiger Theologengegen den Ansdruck ihrer innern Erfahrung argloser, und dasSchicksal führt sie, statt in die Abgezogenheil eines Klosters,in die Aufforderung eines glänzenden Hofes, auf dessen glattemBoden die Religion in den Großwürdeträgern ihrer geordnetenzeitlichen Erscheinung im Ceremonienschritt, und in der meistviel schwierigeren Delicatesse gesellschaftlichen Verkehrs mitWeltlenten, zu wandeln wußte. Aber einer ganz von Liebe zuJesus auf eine nicht aussprechbare Weise entflammten Frauwird dieser glatte Boden des Hofes, die Schwelle eines rauhenKreuzweges. Auf den erhöhten Schauplätzen der Gesellschaft,wo die Repräsentanten des Staates und der Kirche den Blickendes Volkes ausgestellt sind, muß nothwendig ein gegenseitigesBewachen aller Formen stattfindcn; denn was dort gesehen wirdin dem Kreis der Mächtigen, empfängt alsbald die Wirkungeiner Autorität. Selbst Worte über das innere Leben derSeele, konnten sie je dort ganz an ihrem Platze sein, müssenauf. dieser Stelle mit der scharfen unverletzlichen Bestimmtheitdes Dogmas und in der besonnenen nüchternen Abgrenzungeiner Thronrede gesprochen werden; denn hier, wo alle ewigenund zeitlichen Wahrheiten und Gerechtsame in ihren heiligverpflichteten Vertretern sich nahe berühren, wird jede Nnform,jedes sich Bequemmachen anstößig und die Grenze verletzend.Es liegt etwas viel Tieferes und Heiligeres in der so oft voneinem sich selbst nicht bewußten Nnbändigkeitstrieb verhöhnten,so genannt steifen Convenienz des Hoflebens, als die schwacheBequemlichkeit ahnet. — Hier nun, an solcher Stelle, wo dieallgemeine Wahrheit nur in der concentrischen bestimmten Formdes Dogmas gekleidet, erscheinen darf, ward in der Persondieser frommen Frau eine ganz individuelle Erfahrung religiöser