Mannes, so oft ein Mann oder ein Weib der Hexerei beschul-digt worden, sich den Handel immer zur eigenen Untersuchungvorlegen lassen. Worauf er, die Aussage Spee's nur allzuwahrbefindend, die Verbrennungen in seiner Gegend einstellte. Leibnitzerwähnt auch im § 6 der Theodicee den Pater Spee als einender allervortrefflichsten Männer seines Ordens, der mit ihmdenselben Glauben von der Kraft der Liebe Gottes in der Vorrededes güldenen Tugendbuchs gehabt habe. Nämlich, daß die Kraftder Liebe Gottes auch vor dem Empfang der Sakramente dieSünde von uns nehmen könne, es aber dennoch gerade in demCharakter dieser Liebe liege, selbst die vergebene Schuld zu seinerZeit in der Beichte der von Christo seiner Kirche verliehenenGewalt zu unterwerfen, um nicht mit neuer Schuld der Anord-nung des Heilandes zu widerstehen. Im § 97 der Theodiceespricht Leibnitz in Bezug auf die Luatio ciümmsü-, dasselbe, wasder obige Brief an Placcius enthält. Weiter schreibt Leibnitz anFrau von Scuderh (Feller's illoimmeMg mv>>. lüimesic. IV.Nr. 25), wie ihm der obengenannte Kurfürst von Mainz denSpee lebhaft empfohlen und ihm dessen güldenes Tugendbuchgegeben habe, „darin ich Alles bewunderte, ausgenommen diedeutschen Verse, deren wahrer Geschmack in der römischen Kirchenoch unbekannt ist. Doch habe ich es um der schönen und tief-sinnigen Gedanken, die es vortrefflich genug vorträgt, um auchdie gemeinsten, weltversnnkensten Seelen zu rühren, ganz ungemeinlieb gewonnen. Vor Allem erkennt und empfiehlt er dasGeheimnis; von der Wirkung der wahren Liebe Gottes u. s. w."Wenn wir uns nun über Leibnitzens Mißfallen an Spee'sdeutschen Versen damit trösten, daß eben diese Verse ihn unsjetzt besonders bewundern machen, und daß diese Bewunderungallgemein genug geworden, um in dem ein und achtzigsten Band derneuen allgemeinen deutschen Bibliothek, den Recensenten der vonWessenbergischen Bearbeitung derselben, und den Herrn Friedrich
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