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2 (1855) (1855)
Entstehung
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444
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eine mathematische Weise auseinander gesetzt hat, in thätigeAusübung gebracht worden. Dieser so große Mann verwaltetedas Amt eines Beichtvaters, da in der würzburgischen undbambergischen Gegend Viele der Infamie greuelvoller Zaubereibeschuldigt, unterdrückt und verbrannt wurden. Johann Philippvon Schönborn, nachher Bischof von Würzburg und zuletztKurfürst von Mainz, kam in seinen jüngeren Jahren, alsCanonicus zu Würzburg lebend, zufällig mit ihm in vertraulichenUmgang, und da er ihn als ein Jüngling fragte, warum dochder liebe geistliche Vater ein graueres Haupthaar habe, als esseinem Alter nach sein sollte? erwiederte ihm dieser, dieses seiihm von den Hexen gekommen, die er zum Scheiterhaufen begleitethabe. Dem erstaunenden Schönborn löste Spee folgendermaßendas Räthsel:Wenn er nämlich mit größtem Fleiße untersuchtund sich auch des Ansehens der Beichte gebraucht habe, so habeer doch in Keinem der Unglücklichen, die er zum Feuer begleitet,Etwas entdeckt, was ihn hätte überzeugen können, daß demselbendas Verbrechen der Zauberei mit Recht angeschuldigt sei. DieEinfältigeren zwar hätten, wenn er sie in ihrer Verwirrungbefragt, aus Furcht, noch härterer Tortur zu unterliegen, sichwahrhaftig als Zauberer ausgesagt. Nachher aber, wenn sieVertrauen geschöpft und eingesehen, daß sie von ihrem Beicht-vater dergleichen nicht zu besorgen, hätten sie sich ganz anderserklärt. Alle hätten mit zerreißendem Jammergeschrei die Bosheitoder Unwissenheit der Richter und ihr Elend beweint, und inihren letzten Nöthen zu Gott als einem Zeugen ihrer Unschuldgerufen. Dieses erbarmungswürdige, so oft wiederholte Schau-spiel habe ihn so erschüttert, daß er vor den Jahren graugeworden." Da er später mit Schönborn vertrauter wurde, hater ihm nicht verhehlt, daß er der Verfasser der Oaulio minmmlliisei. Schönborn, nachmals zur bischöflichen und fürstlichen Würdeerhoben, hat darum, eingedenk dieser Erklärung des würdigen