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Schlegel (siehe dessen Bearbeitung Spee'scher Lieder im poetischenTaschenbuch 1806), gewiß zwei sehr verschiedene Pole desGeschmacks, zugleich für sich zu gewinnen, dürfen wir wohl denen,welche kein anderes Urtheil haben, als fremde Autorität, ganztreuherzig rathen, den herrlichen deutschen Gottesfreund undDichter Friedrich Spee von Herzen zu lieben.
Aus Franken ward Spee in seinem Beruf nach Westphalen indas Hildesheimische versetzt, wo er mit solchem Eifer für das Wohlder Kirche begeistert war, daß er das niedersächsische Städtchen Peinain wenigen Monaten in ihren Schooß zurückführte. Die Hildes-heimischen Nichtkatholiken darüber aufgebracht, sendeten einenVerfolger aus, der ihn aufheben sollte, da er in seinen geistlichenVerrichtungen nach einem Dorfe ging. Er empfing von seinemNachsteller fünf bedeutende Wunden am Kopfe und zwei aufdem Rücken, erreichte aber doch, freudig über seine ehrenvollenWunden, den Ort seiner Bestimmung und predigte daselbst, bisihn seine Kräfte verließen. Einige Jahre nachher ward Speeam 7. August im Jahr 1635, im vier und vierzigsten Jahreseines leiblichen, im fünf und zwanzigsten seines geistlichen Lebens,während der Belagerung von Trier durch die Spanier undKaiserlichen, au den Folgen seiner christlichen Anstrengungen fürFreund und Feind, und der unermüdeten geistlichen und leiblichenVerpflegung der kranken und verwundeten Soldaten so plötzlichvon Gott zur himmlischen Ruhe und Vergeltung hinweg genom-men, daß er die Ausgabe seiner Schriften nicht selbst besorgenkonnte, welche die Gesellschaft Jesu einem seiner treuesten Schüler,dieses Ordens, übertrug. Hieran nahm Wilhelm Frießen, Buch-händler zu Köln, Spee's Beichtkind, Theil, mit jenem schönenEifer, den er in seiner Vorrede zur Trutz Nachtigall und derDedication des güldnen Tugendbuchs an den seligen Verfasserdesselben auf eine rührende Weise darlegt. Spee's Manuscriptder Trutznachtigall, geendet 1634, liegt auf der Bibliothek zu