vertrauten Freundes aus Marburg, auf eigene Kosten in Frank-furt am Main 1632 zum zweiten Mal gedruckt, dann zuSulzbach bei Martin Endter in 12. 1695, und erschien 1718zum vierten Mal ebendaselbst. Ins Deutsche im Auszug übersetztvon dem schwedischen Feldprediger Johann Seifert von Ulm,erschien die Osutio criminslis zu Bremen 1647. 8. unter demTitel: Gewissensbuch von Prozessen gegen die Hexen und vollstän-dig übersetzt von dem nassauischen Rath Hermann Schmidt vonSiegen, zu Frankfurt am Main 1649. 4., welche Übersetzungvr. Reiche seiner Sammlung von Schriften vom Unfug der Hexen-prozesse einverleibt. Eine französische Übersetzung erschien zuLyon 1660. Eine andere deutsche unter dem Titel, Versicherung,kein böses Halsgericht zu thun, 1657, zu Amsterdam beiNiewerts.
Der tiefsinnige und religiös erleuchtete Leihnitz liebte unserenherrlichen Spee von ganzer Seele, und thut seiner zuerst ineinem Briefe an Placcius, den Verfasser des Ikostr, /Vnonymorumfolgendermaßen Meldung.
„Wer der Verfasser des durch sein Verdienst so berühmtenBuches, welches die Aufschrift Osutio oriminslis führet, gewesensei, habe ich aus dem Munde des durchlauchtigsten Kurfürstenvon Mainz, Johann Philipp, erfahren. Es ist dieses nämlichFriedrich Spee gewesen, ein Priester der Gesellschaft Jesu, auseinem edlen westphälischen Geschlechte geboren, in Gottesfurchtund Gelehrsamkeit vortrefflich, von welchem in ihrer Art durchausherrliche ascetische Schriften erschienen sind, die mir zuerst durchdie Empfehlung eines so hohen Fürsten bekannt, nachher fürimmer vertraut, und durch mich vielen Freunden, sowohl seinesals meines Glaubensbekenntnisses ans Herz gelegt worden sind,und zwar so nahe, daß unter meiner Mitwirkung von Einigenwirklich die schöne Kunst, Gott unablässig zu loben, welche er sineinem Abschnitt des güldenen Tugendbuchs) vorgetragen und auf