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2 (1855) (1855)
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ruhig im Busen trage, bis sie uns vergiftet. Wer den Herrnnicht lebendig mit kindlichem Vertrauen im Herzen trägt, jalebendiger und wahrer, als alle Gestalten des von ihm zurEwigkeit erschaffenen, durch uns zum Tode verderbten Lebens,der hat den Herrn nicht und das Leben nicht. Und wer dieWirklichkeit der höllischen Mächte nicht verstehen und fürchte»und sich mit dem Anschließen an den Erlöser nicht gegen siefreudig waffnen kann, der ist dem Feind anheim gefallen, nnddieser wird leise auftreten, und sich hüten, in seiner Gestalt vorihm zu erscheinen, daß er nicht erkannt werde in seiner Scheuß-lichkeit. Denn an ihn glauben, heißt ihn verstehen, fliehen undverfluchen. Selig, die es erfahren Habein/Spee sagt im erstenHauptstück seiner Rüge, gegen das zum greulichen, frevelhaften,mordenden Schlendrian gewordene Verfahren im Hexenprozeß:Wenn ich gleich selbst viel in Kerkern mit Elenden, die satani-scher Gemeinschaft beschuldigt waren, in geistlichem Berufe verhan-delt habe, wenn ich gleich selbst mit Fleiß, aufmerksamer Forschung,will nicht sagen Neugierde, all' mein Denken so in diesen licht-losen Abgrund verwickelt gefunden habe, daß ich beinahe endlichnicht mehr wußte, was ich von dieser Sache glauben sollte, sohabe ich dennoch die Summe der verwirrten Gedankenrechnungzusammenziehend, für wahr halten müssen, daß solche Verbrechenund dessen Schuldige wahrhaftig bestehen, und daß ohne Frevel-muth und groben Unverstand manche desselben Schuldige nichtgeleugnet werden können, daß aber so viele, und alle die Verdäch-tigen, die verbrannt werden, wirklich schuldig seien, glaube wederich noch andere gottesfürchtige Männer. Es soll mich auchNiemand so leicht dessen überreden, der nicht mit ungestümemSchreien, oder blinder Autorität gegen mich treten, sondern mitVernunft und Nachdenken die Sache beleuchten will u. s. f."Um dem Leser einen Begriff von der damaligen gerichtlichenMordbrennerei zu geben, weise ich ihn auf den 1659 zu Bamberg