salem; aber auf allen Stationen gen Babylon zu ist er visirt.Weh! ich bin nicht auf dem rechten Wege gewandelt. Viele aber,die vor und nach mir ausgegangen und theils mit mir gewan-dert, sind bereits vorübergezogen, und wie Viele habe ich sagenhören, als sie nahe zum Flecken kamen, und daß es schien, alswolle der Herr von ihnen scheiden: „Herr, bleibe bei uns, dennes will Abend werden und der Tag hat sich geneigt." Ach, mitso Vielen, die mit mir gewandelt, ging er hinein und brachihnen das Brod und ihre Augen wurden ihnen geöffnet; sieerkannten ihn und er verschwand. Ich aber achtete nicht undirrte nach allen Seiten hin, wie in einem Labyrinth; nun aber,da meine Sonne tief steht, und ich krank und müde mit schwererLast auf dem Wege schwanke, tönt die Stimme des Erlösersvom Kreuze: „Kommet her zu mir Alle, die ihr mühselig undbeladen seid, ich will euch erquicken; nehmet auf euch mein Jochund lernet von mir, denn ich bin sanftmüthig und von Herzendemüthig, so werdet ihr Ruhe finden für euere Seelen u. s. w."Da sank ich unter dem Kreuz am Wege nieder, und da esbereits dunkelte, daß ich kaum meine Pässe und Schuldscheinemehr lesen konnte, hob ich sie weinend hinauf zu Dem, der vomKreuze niedergesprochen, und noch halte ich sie flehend empor,der Stunde harrend, daß er sie mir abnehme. Der volle Mondaber ging auf und erhellte die Umgegend, und mich aufrichtend,erkannte ich mich in den Räumen und Umgebungen meinerJugendzeit. Manches war anders, hier ein Gartenbeet erhöht,dort eines abgegraben; aber Alles war zum Erkennen undErinnern und Erschüttern! Bis zu meiner frühesten Jugendzeitsah ich all die Geschwister, Verwandte und Hausgenossen wieder,die sich hier bewegt, und all' meinen Bezug auf sie in Gutemund Bösem. Manche unter ihnen hast Du nie gekannt, liebesKind; vor Allem aber mußte ich dankbar und glücklich Preisenden seligen Bruder Anton. So lange ich lebe, habe ich nur
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