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2 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
415
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sündigen auf Erden, es wird keinen Theil nehmen an derentsetzlichen Welt und drohenden Zeit, es wird nichts verschuldenan Euch und seinen Geschwistern, und Ihr werdet nichtsversäumen; der himmlische Vater hat es in seine Klein-Kinder-bewahranstalt von der Gasse, von der Landstraße hinweg-genommen. Es ist das Glücklichste von Euch, von uns Allen,und hat doch auch mit der Lösung einer bedeutenden Lebensauf-gabe seine Kindespflichten treuer und vollkommner erfüllt, alsirgend eines seiner Geschwister dies vielleicht je vermögen wird.Es hat mit reinen Händen Euch das eine Blatt seines Lebensaufgeschlagen und Euch einen weiten und tiefen Blick in unsereArmuth und Thorheit und in die unerforschlichen Absichtendes Vaters im Himmel zu thnn gelehrt.

Wie gütig ist Gott! Er nimmt Euch das jüngste Kindvon dem Arm in seinen Schooß, auf daß Ihr die älterenGeschwister desto treuer und achtsamer zu ihm führen könnt.Die Pflichten, welche Ihr dem von Gott heimgeholten nichterfüllen könnt, sind den zurückgebliebenen vererbt und mögenihnen und Euch zum Heil werden!O Maria, ohne Sünd'empfangen, du unsere Zuflucht, bitte für uns!"

Euer liebevoller Brief an mich, hat mich herzlich gerührt,aber die Antwort war mir nicht gleich möglich. Von EndeJanuar bis jetzt, Ende Februar, gegen sechs Wochen lang, warich ziemlich krank an Leib und Gemüth, es war Fortsetzungund Entwickelung der in der Heimath begonnenen Krankheit.Ich durfte die Stube während vier Wochen nicht verlassen, undkonnte wegen stark augeschwollener Füße keine Schuhe nochStiefel mehr anziehen u. s. w. Dabei mußte ich unaufhörlichweinen und war von Trauer und aussichtloser Sorge ganzzerstört. Ich konnte kaum einen Brief lesen, viel wenigereinen schreiben.

Da ich hinreichende Fürsorge und Pflege hatte, hätte eine