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Allen zu meiner Hilfe, der so weit von der Heerde draußen,in Disteln und Dorn verirrt war.
Möge Gott Dir vergelten! Ich habe nichts als Thränenund Gebet, die ich darum aufopfern kann. Vergib mir allesÄrgerniß, alle Kränkung, Sorge und Beschädigung, die ich Dirund der ganzen Familie von Jugend zugefügt habe; Gott mußes Dir und allen Anderen nach seiner unendlichen Barmherzigkeitvergelten. Ich habe nichts zu vergeben, ich habe nur zu betteln.Gott segne Dich mit Ruhe und Frieden, da Du Dich vonder Arbeit zurückziehst; er segne Dich in Weib und Kind undKindeskindern, und in allen Deinen Geschwistern, und allenMenschen, für welche Du gesorgt, gebetet und gearbeitet hast; *
er segne Dich auch in dem Arbeiter, der am spätesten in denWeinberg gekommen, denn Du, liebstes Herz, das gearbeitet hatschon in aller Frühe bis zum Abend, wirst nicht murren, wirstDich von Gott auch darin gesegnet fühlen, wenn er Deinenärmsten Bruder nicht verwirft, der erst um die elfte Stunde inden Weinberg gekommen. Ach, helfe mir Gott und segne Dichauch in mir!
Vergib mir, wenn Dich meine Zeilen betrübt haben, ichkann nicht anders, so ist es in meinem Herzen, so fühle ich, undfühlte ich nicht so, so wäre ich der unglücklichste Mensch undGottes Barmherzigkeit hätte sich von mir gewendet.
Aber ich muß abbrechen, daß der Schmerz mich nicht ganzvernichte, ich kann kaum mehr denken vor Trauer und soll Dichdoch anflehen um Deinen Rath und Deine Hilfe. Ich habeeinen alten, heiligmäßigen Priester gebeten, morgen das heiligeOpfer für mich darzubringen, daß Gott das Herz meiner liebenBrüder rühre, aus einzig meiner gänzlichen Unfähigkeit, mirmeine zeitlichen Mittel noch ferner so lange redlich zu verwalten,bis er mir selbst nach seiner Barmherzigkeit die Gelegenheit andie Hand gebe, das Vermögen, das mir durch seinen Segen aus