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2 (1855) (1855)
Entstehung
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396
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annehmen, ohne mich der Gefahr einer vollkommenen Seelen-zerriittung auszusetzen. Ich bedarf höchste Ruhe und Friede,und muß mich ganz ungestört meincr^Arbeit,^der^ Herausgabedes Lebens Mariä, wieder zuwcndeu, wovon bereits drei Bogengedruckt sind.

Mein Gedächtuiß wird täglich schwächer, heftige, ungleich-artige Eindrücke bringen mich aus aller Fassung; ich würdeAllen Mitleid erregen und ein Thor erscheinen, selbst aber ganzzu Grunde gehen, ohne meine Lebensaufgabe zu lösen undJemanden etwas zu nützen. Schon der Gedanke an Leben undVerhältnisse daselbst macht mich ganz zunichte. Es kanndas Niemand wissen, als ich selbst, und ich kann nichts thun,als Jeden demüthig um Vergebung bitten, der sich daran ärgernmochte.

Also Dank, den herzlichsten, gcrührtesten Dank für Eurebrüderliche' Liebe, betet um Ruhe und Seelenstärlüng für mich,damit ich mit Sammlung fortarbeiten könne. Ich darf michkeinen Seelcnerschütterungen mehr aussetzcn, sonst verliere ichden Verstand!

Was Du mir über einen Übergang in der Handlung derBrüder als nahe bevorstehend sagst, bestürzt mich armen Men-schen, der in solchen Dingen ganz hilf- und rathlos ist, ganzungemein. Ich muß es Gott befehlen, ich weiß nicht was thun.Ach, Gott muß mir helfen, sonst breche ich nach allen Seitenzusammen. O, wie oft denke ich an die wirre, hilflose, schmer-zensvolle Lage der seligen Emmerich; wie immer wieder einhimmlischer Friede auf sie zurückkam, so reichlich, daß sie Alletrösten konnte. Wie oft blicke ich um Trost und Muth nach ihr!

O, werde nicht unwillig über mich, das Schreiben fällt mir

*) Als diese sah er die Herausgabe der nach den Gesichten der A. C. Emmerichausgeschriebenen MannscriPtc an.